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1

Freitag, 16. Juli 2010, 16:36

Die Vergiftung der Gewirre.

Hey zusammen,

eigentlich wäre das ein Thema fürs MoI Forum, da sich mir diese Frage aber erst nach der Lektüre der folgenden Bänder gestellt hat, poste ich sie jetzt mal hier um etwaige Spoilertags im Eröffnungspost zu vermeiden.

In MoI ist es doch ein großes Thema, das die Gewirre vom VG vergiftet sind und es für Magier äußerst unangenehm ist diese zu benutzen.
Wie kommt es aber, dass diese Auswirkungen nur auf Genabackis aufzutreten scheinen? HoC spielt doch in etwa Zeitgleich mit MoI aber da leidet keiner so richtig unter dieser Vergiftung.
In BH bin ich jetzt ca. bei Seite 200 und hier wurde auch nur mal kurz von QuickBen und Kalam besprochen, dass die Gewirre nicht mehr ganz in Ordnung sind, aber die richtig heftigen Auswirkungen wie in MoI sind hier nicht zu spüren.

Hat das irgendwas damit zu tun, dass Paran das Haus der Ketten genehmigt hat oder hab ich da was anderes übersehen?
Und was ist eigentlich nochmal aus der Stockschlinge geworden, welche QB die Nutzung seiner Gewirre ohne Gefahr ermöglicht hat?

Osserc

Ewig Suchender

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2

Freitag, 16. Juli 2010, 17:05

Die Stockschlinge ist auf jeden Fall verkohlt, ich glaube bei irgendeiner Geschichte mit Wölfen...
"Like Anomander Rake, Osric was more dragon than anything else. They were kin in blood, if not in personality." HoC

"There were clouds closed fast round the moon. And one bye one, gardens died." tBh


3

Samstag, 17. Juli 2010, 03:10

Ich hab das so im Kopf, dass die Gewirre durch den Einfluss des pannion Sehers vergiftet waren...? Bzw. der crippled god das durch sie gemacht hat. Und diese Bedrohung wurde ja zu Ende von MoI beseitigt.
Opals gems diamonds shards. Opals gems diamonds Shards!

4

Samstag, 17. Juli 2010, 08:09

Die Infektion ist der Gewirre ist über die Infektion Brands entstanden. Diese ist aber durch das Eis des Jaghut aufgehalten worden, so das sie sich nicht weiter ausbreiten konnte.
How long was that blink? Gods below, it was a fucking eternity.

5

Sonntag, 18. Juli 2010, 00:05

Also war das Ganze schon auch eher ein geographisches Problem? Ausgehend vom Epic-Zentrum der Vergiftung war die Nutzung der Gewirre schädlich?
Jemand der am anderen Ende der Welt war konnte aber diese Gewirre noch unbeschadet nutzen, oder wie?

Und wie passt dann folgendes Gespräch aus Feuer der Rebellion ins Bild:

Kapitel 3; Seite 190, Deutsche Erstausgabe

Zitat


"Das ist nicht das Problem", sagte Sand; seine Stimme klang plötzlich zittrig. "Sondern, wo sie herkommen. Chaos. Ich habe doch recht, oder nicht, Hohemagier?"
"Dann", sagte Kalam, "sind die Gewirre also tatsächlich in Schwierigkeiten."


Mich hat das beim Lesen an MoI erinnert. Oder ist da ein neuer Angriff auf die Gewirre im Gange?

6

Sonntag, 18. Juli 2010, 04:28

Kannst du ein bisschen mehr zitieren oder die Zusammenhänge etwas erklären. Meine Bücher sind im gegensatz zu mir zu Hause, so das ich nicht nachlesen kann.

Da wir nicht wirklich etwas über die Geographie der Gewirre und ihre Verbindungen untereinander und mit der Malazwelt wissen, ist das schwer zu sagen. Aber da das ganz eine Infektion ist, verbreitet sie sich warscheinlich auch ähnlich, nämlich von einem Punkt ausgehend im ganze System.
Wir wissen auch nicht, in wie weit das Eis die Infektion aufgehalten hat oder ob es sie möglicherweise auch bekämpft und zurück gedrängt hat.
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7

Sonntag, 18. Juli 2010, 11:45

Zitat

Original von Shan
Kannst du ein bisschen mehr zitieren oder die Zusammenhänge etwas erklären. Meine Bücher sind im gegensatz zu mir zu Hause, so das ich nicht nachlesen kann.


Klar doch:

Kalam, QB und Geslers Trupp wurden von Tavore ins Imperiale Gewirre geschickt um Leoman einzuholen. Sie bemerken, dass sie von irgendetwas verfolgt werden. Während es Kalam interessiert wieviele es sind, weißt Sand daraufhin, dass Sie aus Chaos gekommen sind. Daraufhin sagt Kalam, dass die Gewirre wohl tatsächlich in Schwierigkeiten sind und QB bestätigt das.

Gestern Abend bin ich dann bei der Stelle angelangt, als man erfährt, dass die Verfolger Himmelsfestungen der KCCM waren.
Also ist es ja eigentlich ein neuer Angriff, der nicht dirket was mit den Ereignissen aus MoI zu tun hat, mich wundert halt nur Kalams Hinweis auf die Gefahr für die Gewirre.


Was mich auch wundert:
Es wird die Hypothese in den Raum gestellt, dass das Imperiale Gewirr vielleicht ursprünglich den KCCM gehörte. Ich dachte bisher immer, dieses wäre das, was von Kallors Imperium übrig war und wäre von K'rul, Draconus und Nightchill in ein Gewirr umgewandelt worden.
Aber das ist wahrscheinlich wieder nur einer dieser Hinweis darauf, dass subjektive Einschätzungen der Charaktere falsch sein können. Oder aber beides ist richtig :wall:


Zitat

Original von Shan
Wir wissen auch nicht, in wie weit das Eis die Infektion aufgehalten hat oder ob es sie möglicherweise auch bekämpft und zurück gedrängt hat.

Also wenn es wirklich das Eis ist, was diese Infektion aufhält oder bekämpft (was ich scheinbar total überlesen habe), dann können wir nach den Hinweisen aus MT, in Bezug auf Omtose Phellack, ja davon ausgehen, dass das Eis spätestens in ein paar Tausend Jahren wieder verschwindet und einer neuen Infektion dann nichts mehr im Wege steht, oder nicht?

Oh Mann, irgendwie macht mich das fertig, dass nichts so wirklich greifbar ist, aber irgendwie ist es auch genial. :D

Lostara Yil

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8

Sonntag, 18. Juli 2010, 13:34

Ich hab grad nochmal nachgelesen - die beiden Jaghut sollen mit ihrem Eis die Infektion bzw. die Ausbreitung verlangsamen - komplett behoben ist das Problem damit also nicht... wie lange lebt so ein Jaghut? *rechen*
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Cotillion

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9

Sonntag, 18. Juli 2010, 16:50

gefühlte unsterblichkeit würde ich sagen, die jaghut sind ja extrem mächtige wesen...nimm gothos als beispiel, der lebt wirklich schon seit.....immer^^...selbst die tiste andii leben ja schon fast ewig =)
Doch Cotillion hatte ihn beschämt.
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Kalam, Haus der Ketten

Lostara Yil

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10

Sonntag, 18. Juli 2010, 17:29

Mwargh... grundsätzlich geb ich dir da Recht.. aber bei Gothos bin ich mir nicht wirklich sicher, er lebt ja auch nimmer "draußen" und ich könnt jetzt drüber spekulieren ob er in diesem Sinne Zeit bzw. Alterung ausgesetzt ist.. genauso wie Raest, der im Finnesthaus hockt. kA wieviele 100 Jahre ich da hergeben würde.. auf jeden Fall viiiiiiiiiiiele ;)
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11

Sonntag, 18. Juli 2010, 17:32

Icarium und Kallor laufen ja auch schon ne Weile rum? Und Herr Bruth auch denk ich. Sind aber wohl keine Jaghut ;)
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McClane

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12

Sonntag, 18. Juli 2010, 17:38

In Icarium fließt ja meines Wissens zum Teil Jaghut Blut oder nicht?^^ Von daher =P
Dick Laurent ist tot!

Lostara Yil

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13

Sonntag, 18. Juli 2010, 18:59

der Kallor hatte doch auch diese ekelhaften Kerzen, mit denen er sein Leben verlängerte - auch wenn die Sache mittlerweile am ursprünglichen Thema vorbei geht ;)
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Cotillion

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14

Samstag, 24. Juli 2010, 13:06

Immer in den Rückblicken, als Gothos noch außerhalb des Azath umhergestreift ist, stand, dass er schon mehrere jahrhunderttausende Jahre auf der Erde weilt.
Gerade in der goldene Herrscher auch folgendes Zitat : "Dass die Jaghut- in ihrem vollkommenen Glanz- einzigartig waren. Eine unsterbliche Zivilisation, während alle anderen dem Untergang verdammt waren."
Bin mir ziemlich sicher, dass die Jaghut eine unsterbliche Rasse waren.
Die Jaghut waren ja auch sowas wie die Götter der Tlan Imass, bevor diese sich aufgelehnt haben und ihren Göttern entsagt haben, durch das Ritual, durch das die Tlan Imass AUCH unsterblich werden, um die Jaghut bis in alle Ewigkeit zu jagen =)
Doch Cotillion hatte ihn beschämt.
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Kalam, Haus der Ketten

15

Samstag, 24. Juli 2010, 14:07

Mmh, ich würde nicht sagen, dass die Jaghut per se unsterblich waren, nur extrem langlebig und nicht sonderlich dazu geneigt zu sterben, nachdem sie [TtH Info]

Spoiler Spoiler

in den Krieg gegen den Tod selbst zogen, was auch so ziemlich den Untergang ihrer Zivilisation einleitete.


Und in RG erfahren wir, dass

Spoiler Spoiler

die Jaghut keine Totenwelt hatten, weil sie nicht an die Existenz einer Seele glaubten, so dass ein Verbleib besagter Seele nach dem Tod des Körpers unnötig war.


Entsprechend halt ich es für möglich, dass 'sterben' eine andere Bedeutung hatte als 'sterben' bei anderen Rassen. Ich glaube nicht, dass "unsterbliche Zivilisation" sich auf die Lebensspanne der Jaghut bezieht, da es vor Zivilisation steht und mMn darauf bezieht. Mmh, in DoD sehen wir etwas, was mich dazu veranlasst zu glauben, dass die Zivilisation der Jaghut tatsächlich unsterblich gewesen sein mag, allerdings eher in dem Sinne, dass ihre gesamte Einstellung förderlich war, um eine möglichst lang anhaltende - und somit in den Augen anderer unsterbliche - Zivilisation hervor zu bringen, also z.B. keine Kriege, Intrigen, etc. Wenn eine Zivilisation so lange anhält aufgrund der Tatsache, dass nichts sie unterkriegen kann, kann man sie durchaus als unsterblich ansehen.
Plus eben die Haltung der Jaghut dem Tod gegenüber. Aber da sie sich immerhin mit dem Tod befasst haben, kann dieses Thema ja nicht völlig non-existent für sie gewesen sein.

Wie dem auch sein, das Zitat, da du da bringst, ist genau genommen ein Spoiler, da das hier das tBH-Forum ist ;)


Schatten
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Hood

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16

Samstag, 24. Juli 2010, 14:55

Hm also deine Annahme Schatten, dass die Einstellung der Jaghuts besonders förderlich war um zu überleben bezweifle ich teilweise. Sie sind sich ja aus dem Weg gegangen um Konflikte untereinander zu vermeiden, aber das machte sie extrem angreifbar anderen Völkern gegenüber, z.B. den Imass.
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Osserc

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17

Samstag, 24. Juli 2010, 14:59

Naja, wir wir später erfahren, gab es ja mal haufenweise von den Kerlen, also war aus dem weg gehen eigentlich nicht drin...
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18

Samstag, 24. Juli 2010, 15:18

Zitat

Original von Hood
Hm also deine Annahme Schatten, dass die Einstellung der Jaghuts besonders förderlich war um zu überleben bezweifle ich teilweise. Sie sind sich ja aus dem Weg gegangen um Konflikte untereinander zu vermeiden, aber das machte sie extrem angreifbar anderen Völkern gegenüber, z.B. den Imass.


Äh, ja, später. Das Problem ist, ich will nicht allzu sehr spoilern, aber - lesen auf eigene Gefahr, auch wenn es kein expliziter Spoiler ist - es GAB eine Jaghut Zivilisation [und wenn sich alle aus dem Weg gehen, kann es keine Zivilisation geben], eine sehr blühende sogar, Städte und sowas, und die Jaghut waren sehr friedlich, jeder durfte in diesen Städten leben, es gab keine Kriege in dieser Zivilisation. Daher spreche ich ja auch davon, dass die Zivilisation unsterblich schien, nicht davon, dass die Einstellung der Jaghut förderlich für die Langlebigkeit des einzelnen Jaghut war.
De facto zogen die Jaghut nur ein einziges Mal in ihrer gesamten Geschichte in den Krieg, nämlich gegen

Spoiler Spoiler

den Tod.

Riesige, vereint nebeneinander marschierende Jaghut-Armeen.
Allerdings war dieser eine Krieg dann auch der Beginn vom Ende ihrer Zivilisation. Er endete damit, dass die Jaghut von da an sehr einzelgängerisch waren, ihre Städte etc. aufgaben und nur noch in Familienverbänden lebten, wenn überhaupt. D.h. das Bild, das viele von den Jaghut haben, ist das Bild post Feldzug.

Aber dass ein Großteil der Jaghut friedfertig waren bekommt man ja oft genug gesagt, indem man liest, dass es nur einige wenige Individuen waren, die sich zu Tyrannen erhoben, gegen die die Jaghut selbst aber vorgegangen sind. Nur wurde dies natürlich schrieriger, nachdem sie eine neue Lebensweise angenommen hatten.

Dass die Jaghut den unzivilisierten, in Höhlen lebenden Imass als Götter vorkamen, kann man ja denken.
Und nach dem Krieg hatten die Tyrannen es eben einfacher und konnten die Imass versklaven.

Unsterblich mussten die Imass in erster Linie werden, weil eine Eiszeit aufkam - wahrscheinlich durchaus auch von den Jaghut bedingt - und sie ausgestorben wären ohne das Ritual.


So, das war jetzt leider voller leichter Info-Spoiler, aber lässt sich nicht anders schreiben.


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