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maschine

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1

Montag, 26. Juni 2006, 21:52

Science Fiction vs. Fantasy

Da ich gestern und heute ein paar Artikel zum Thema SF vs. Fantasy gelesen habe, wollte ich mal fragen wie ihr das seht.

Lest ihr lieber SF oder Fantasy?
Lest ihr überhaupt SF?
Warum lest ihr das Eine lieber als das Andere?
Und was denkt ihr sind die Gründe weshalb Fantasy anscheinend beliebter ist?

Hier ein paar (englische) Links zum Thema:

Diskussion auf DeepGenre zum Thema "Why Fantasy?" und warum SF anscheinend nicht mehr so beliebt ist
Jammerpost von Gregory Benford (Physikprofessor und Nebula Award Gewinner), der im Nachlassen des Interesses für SF den Untergang des Abendlandes sieht und
dessen sarkastische Analyse von Scott Lynch (Autor von The Lies of Locke Lamorra)
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Anomandaris

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2

Montag, 26. Juni 2006, 22:06

Ganz klar Fantasy.
Ich hab noch nie hard Sci Fi gelesen. Nur Star Wars...aber das zählt ja mehr zu Science Fantasy (ja Leute, das gibts).
Warum ich Sci Fi nicht so mag? Mir ist das zu technisch...vor allem die hard Sci Fi...ich will entführt werden in Mystik und Magie...nicht in Technik und kalte Materialität. Oder sagen wir es so...hätte einfach noch nie was gefunden in der Sci Fi, dass mich gerade heraus angesprochen hätte.

Warum Fantasy beliebter scheint? Vermutlich genau aus den von mir aufgezählten Gründen...die Leute haben tag täglich die Wissenschaft, das kalte Intelektuelle vor sich...sie wollen lieber etwas über das magisch-mystische lesen. Also so ergeht es mir. Fantasy ist halt auch viel enger verbunden mit Legenden und Mythen, die uns Menschen ja schon immer angesprochen haben. Vielleicht ist auch das ein Punkt. Das ruft halt Urinstinkte wach *g* Zudem erinnert es an die Kindheit.

Physik und Mathe auch noch in meiner Freizeitbeschäftigung? Ne danke :D
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Anomandaris« (26. Juni 2006, 22:09)


maschine

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3

Montag, 26. Juni 2006, 22:17

So geht es mir eigentlich auch.

SciFi kommt mir einfach zu kalt vor, irgendwie geht es da nur um Technik und nicht um Menschen. Wenn ich an SciFi denke, dann habe ich irgendwie kaltes, graues Metall vor Augen - bei Fantasy eher einen warmen und lebendigen Wald.

Außerdem kommt noch dazu, dass wir ja im Prinzip schon in einer SciFi Welt leben - wir waren auf dem Mond, haben Sonden zum Mars und vielen anderen Planeten geschickt..und wissen eigentlich auch, dass man nicht mal eben schneller als das Licht zu anderen Planeten fliegen kann..oder zumindest nicht in absehbarer Zeit (sagen wir mal in den nächsten 100 Jahren)

Hm, irgendwo hatte ich dazu auch mal nen Artikel gelesen..mal gucken ob ich den wiederfinde...
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4

Montag, 26. Juni 2006, 22:33

So, der Artikel den ich meinte heißt "Warp Drive, when?" von Marc Millis, einem NASA Projektmanager.
Es geht um die Vorraussetzungen, die erfüllt werden müssen um wirklich zu fernen Planeten fliegen zu können und wie weit die Technik bisher ist.
Wirklich interessant und sehr zu empfehlen :)
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Dienstag, 27. Juni 2006, 19:45

Ich bin da auch ganz eindeutig für Fantasy!!

Ich hab schon ein Grausen vor Fantasy-Büchern mit Sci-Fi- oder reale Welt-Einschlag!

Wenn ich ein Buch lese will ich darin eintauchen und mich auch teilweise in der Welt wohl fühlen, dies ist in einer "sterilen" Sci-Fi-Welt für mich einfach nicht möglich....

Es spricht einen einfach auf einer ganz anderen Ebene an, wenn man ein Fantasy-Buch liest. Es entfesselt irgendwie ein Wohlbefinden zusätzlich zur Spannung und ein Eingebunden sein, da sich die eigene Träume und Fantasien mit den Welten zum Teil decken. (bei mir jedenfalls^^)

Es gibt bei mir nur 2-3 Ausnahmen, wo ich von meiner epischen Fantasy-Linie abkomme (z.B. Hiobs Spiel ["Horror-Fantasy"]), ansonsten bin ich wohl eher eindimensional! :D
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maschine

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6

Dienstag, 27. Juni 2006, 19:53

Wobei man aber auch sagen muss, dass es durchaus auch gute SciFi gibt, zB Frank Herberts Dune (wobei das irgendwie eh mehr Fantasy denn SciFi ist *g*)

Und es gibt auch durchaus gute Fantasy, die in unserer Welt spielt, zB die Neil Gaiman Bücher.
Wobei da natürlich einfach die Möglichkeit fehlt die Welt zu erkunden..denn das ist für mich das schönste an der Fantasy, man kann tatsächlich mal unbekannte Welten entdecken, etwas was in der realen Welt eigentlich so gut wie unmöglich ist
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Scharteke

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Mittwoch, 28. Juni 2006, 00:05

Hmmm, für mich eine schwierige Frage, weil ich beides ganz gerne mag.
Dabei ist der wichtigste Punkt für mich, dass die Handlung, Orte und Ideen schlüssig sind und das es wirklich, wirklich gut ist. Ich kann sowihl grottige Fantasy als auch SciFi nicht ausstehen. Und am schlimmsten ist es wirklich, wenn alles in einen Topf geworfen wird. Wenn das mal passiert, dann muss der Autor schon wirklich sehr gut sein und das Buch und die Welt mich wirklich überzeugen.

Sollte ich eine Tendenz angeben, dann lese ich natürlich lieber Fantasy.

Ds kommt zum einen wahrscheinlich daher, dass ich einfach in meiner Kindheit Ronja Räubertochter, den Herrn der Ringe und den Hobbit bestimmt hundert Mal gelesen habe,

zum anderen tatsächlich von den Gefühlen/Bildern, die man damit verbindet.
Wie Maschine es so schön sagt: Wenn ich an SciFi denke, dann habe ich irgendwie kaltes, graues Metall vor Augen - bei Fantasy eher einen warmen und lebendigen Wald.
Und das trifft es dann so ziemlich.
Ich bin ein kleines Monsterschwein und stinke vor mich hin.
Ich will stets grimm und grausig sein, bis ich ein großes bin.

8

Mittwoch, 28. Juni 2006, 19:38

Ich lese lieber SF. Nur das Warum kann ich nicht wirklich beschreiben. Irgendwie ist die SF näher an der Realität (zumindest größtenteils). Außerdem ist die SF kritischer und regt zum Nachdenken an (zumindest die SF, die mich interessiert). Das in der SF die Technik im Mittelpunkt steht stimmt auf jeden Fall nicht. Es gibt zwar Bereiche der SF, wo das zutrifft, doch sie die nicht allzu groß (und interessieren mich auch nicht). In Wirklichkeit kann die SF öfter mit interessanten Personen punkten als die Fantasy (behaupte ich jetzt einfach mal aufgrund meiner Erfahrungen, denn ich hab schon quer durch beiden Genres gelesen).

Letztlich ist es aber, wie Wolfe sagte: Alle Literatur ist Fantasy - Teile akzeptieren es, andere nicht. (sehr frei zitiert)

maschine

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9

Mittwoch, 28. Juni 2006, 20:21

Naja, aber das Problem ist halt, dass die Technik das ist, was man als Nicht- oder Kaum-SciFi-Leser direkt mit dem Genre verbindet.

Von daher braucht SF wohl einfach nur ein besseres Image *g*


fscd:
@Axel: "alles außer NoK"? Kannst du dann im Blood Follows Thread bitte etwas dazu sagen ob es sich lohnt BF zu lesen?
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Anomandaris

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Mittwoch, 28. Juni 2006, 21:17

Also ich finde ja, dass Fantasy (wenn man die richtige liest) durchaus auch kritisch ist, spannende Figuren hat und ebenfalls zum nachdenken anregt. Zum bsp. gerade die Fantasy um die sich dieses Board hier dreht gehört mMn dazu.
Und um was geht es denn in deinen Sci Fi Bücher die du liest, bei denen es nicht um Technik im Vordergrund geht? Ich meine die Technik ersetzt ja im Sci Fi häufig die Magie. Kann mir also schon vorstellen, dass es Sci Fi gibt, die ohne viel Technik auskommt... aber mir würd nix einfallen.

Und das Zitat von Wolfe ist mal wieder so ne typische Null-Aussage...klar hat das was...aber damit hat er noch nix wertvolles gesagt. Gut vielleicht hast du die hier jetzt etwas arg aus dem Kontext gerissen und ich tu Wolfe unrecht...aber so wie sie da steht ist sie wirklich ne Null-Aussage.
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Mittwoch, 28. Juni 2006, 22:06

also ich bin absolut pro SF. es ist halt bei SF leider so, das bei den Standartwerken wie Star Trek, Star Wars, uä. der Film manchmal nicht mit der Storyline übereinstimmt. ist vorallem bei Star Trek so. so wird in büchern, die story anders erzählt als im film (bestes beispiel: Star Trek 9: Der Erste Kontakt). So wird die Storyline für das Fernsehn angepasst und das kann eigendlich nicht sein. so werden SF-bücher dieser gerne sehr unsympatisch.

aber wenn ich mir SF-Serien wie BattleTech anschau, dann trifft das da überhaupt nicht zu. Selbst wenn es extrem technisch ist. Es steckt viel leben drin. Vorallem wohl auch wegen dem Umfang der Serie. Man kann einfach mitleben, über die komplette Serien hinweg, wenn sie über 60 Jahre lang spielt. und dann gibst ne nachfolgeserie, die absolut vielversprechend ist. so ist man genauso gierig drauf, wie auf erikson-bücher.

aber von BattleTech mal abgesehn, les ich lieber fantasy.

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maschine

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12

Mittwoch, 28. Juni 2006, 22:20

Hm, von diesen Endlosserien mit mehreren Autoren habe ich eigentlich nur Shadowrun gelesen..wobei man da schon merkt, dass die Qualität von Autor zu Autor doch ziemlich schwankt
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Mittwoch, 28. Juni 2006, 23:23

Zitat

Und um was geht es denn in deinen Sci Fi Bücher die du liest, bei denen es nicht um Technik im Vordergrund geht?

Personen, Handlung, Geschichten,... Liest du etwa Fantasy, weil du von irgendwelchen Zaubersprüchen lesen willst? Ich zumindest Lese Bücher, weil ich an der Geschichte interessiert bin, die darin erzählt wird.

Zitat

Ich meine die Technik ersetzt ja im Sci Fi häufig die Magie.

Jain. Das ist schwer zu erklären. Gehen wir von der Fantasy aus. Es gibt zwei Extrema, was den Einsatz von Magie angeht: kein/minimaler Einsatz, wie bei aSoIaF sowie absolut allgegenwertiger Einsatz wie bei Malazan. Die meiste Fantasy steht aber zwischen diesen beiden Extrema. In diesen Büchern ist Magie etwas seltenes und mächtiges und somit etwas, dem man bedeutung zukommen lässt.

In der SF ist das ganze etwas anders. Die meisten Weltenentwürfe sind voller Technologie. Es gibt also nicht nur überlichschnelles Reisen, sondern gleichzeitig künstliche Realitäten, Genmanipulation, Superwaffen und vieles mehr. Somit ist die Technologie in den meisten fällen das, was die Magie in Malazan ist. Gleichzeitig sind es aber viel mehr Bücher, die diesem Schema folgen als in der Fantasy. Somit existiert ein Interesse, wie wir es der Magie in Eriksons Welt entgegenbringen, nicht, wenn wir einen SF Roman lesen. Es ist einfach nichts besonderes.

Die beiden anderen Fälle (keine Technologie und seltene-mächtige Technologie) lassen sich in der (modernen) SF selten finden. Keine Technologie kommt in fast allen postapokalyptischen Szenarien vor. Wenn sich eine geschichte ausgibig mit einer bestimmten Technologie beschäftigt, dann ist das Hard-SF. Das ist eine immer seltener werdende Unterart der Technologie. Heute kann man vieleicht 5% der gesammten SF Neuerscheinungen dieser Richtung zuschreiben. Die Hard-SF, die das Gegenstück zur gewohnten "wenig aber mächtige Magie"-Fantasy ist, nimmt die Stellung ein, die Erikson in der Fantasy-Welt hat (wenige Leser).

Zitat

Kann mir also schon vorstellen, dass es Sci Fi gibt, die ohne viel Technik auskommt... aber mir würd nix einfallen.

Wie gesagt haben wir uns missverstanden. Wenn ich von Technologie in der SF rede, dann meine ich Technologie, die im Mittelpunkt des Buches steht - eben das, wenn ein Autor mehrere Seiten damit verbringt, einem zu erklären, wie etwas funktioniert. Normalerweise werden nicht mehr als zwei Sätze für irgendein Gerät verschwendet. Und überhaupt keine Technologie kommt wie gesagt in postapokalyptischen Szenarios vor.

So, ich hoffe, ich hab meine Standpunkt verständlich dargelegt. Früher gab es viel mehr Hard-SF als heute. Vieleicht kann man daraus den Trend der Fantasy ablesen. Wenn es zutrifft, dann ist Erikson in 15 bis 25 Jahren nichts besonderes mehr.

@maschine: Ja es loht sich, auch wenn tHD besser ist. Ich würde BF 7,5 von 10 Punkten geben (Malazan-Suchbefriedigungs-Faktor inbegriffen ;) )

Anomandaris

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14

Mittwoch, 28. Juni 2006, 23:38

Zitat

Original von Axel

Zitat

Und um was geht es denn in deinen Sci Fi Bücher die du liest, bei denen es nicht um Technik im Vordergrund geht?

Personen, Handlung, Geschichten,... Liest du etwa Fantasy, weil du von irgendwelchen Zaubersprüchen lesen willst? Ich zumindest Lese Bücher, weil ich an der Geschichte interessiert bin, die darin erzählt wird.


Lol...nein, echt? Um Personen, Handlungen und Geschichten...hät ich nie gedacht :rolleyes:
Na logisch... . Ich wollte da eigentlich eine etwas genauere Ausführung von dir...ich meine um das von dir genannte geht es auch in jedem Fantasy-Buch. Ich will wissen um was für Geschichten drehen sich denn die deiner Meinung nach guten SF Bücher? Beispiele?

Hmm nun ich sehe Technik und Magie als ungefähre Äquivalenzen in den Genres...wird auch von vielen Lesern und sogar den Autoren mancher SF bestätigt. Aber macht ja nix...
Das mit Hard SF, ja, das waren die Bücher die ich meinte...die mich so gar nicht interessieren. Wie gesagt, Star Wars hab ich auch schon gelesen...aber das ist ja mehr Science Fantasy als wirklich Sci Fi. Und gerade auf dem Fernsehmarkt gibt es viele Sci Fi die mich anspricht...konnte mich einfach noch nie für ein Buch begeistern. Aber so Sachen wie Andromeda, Star Trek, Firefly, Above and Beyond usw sind alles SF Geschichten die mich durchaus ansprechen...

Ich meine mit der Technologie halt generell die Technologie...wie du selbst sagst ist sie prevalent in der SF...und genau darum gefällt sie mir nicht so. Deswegen gefällt mir Hard SF gar nicht. Wenn ich seitenweise Technik erklärt bekomme löscht es mir ab. Handkerum find ich es aber wiederum faul von einem Autor, wenn er mir ein neues Gerät "verkaufen" will und es aber dann nicht mal anständig einführt... also so ne Art Dilemma... .
Aber eben...vielleicht empfiehlst du uns ja mal was, Axel?! Etwas das durch ebenso komplexe Handlung und Charaktere besticht wie zb. Erikson?!

Was mir zb. durchaus hätte gefallen können (wenn der Schreibstil nicht so ultra clean gewesen wäre) wäre Dune gewesen...echt tiefe und spannende Welten und Universum. Schade eigentlich...

Hmm ja, postapokalyptisch ist aber schon fast wieder ein eigenes Genre...das würd ich nicht per se der SF zuordnen.
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Mittwoch, 28. Juni 2006, 23:50

Zitat

Original von Axel
@maschine: Ja es loht sich, auch wenn tHD besser ist. Ich würde BF 7,5 von 10 Punkten geben (Malazan-Suchbefriedigungs-Faktor inbegriffen ;) )

Das hätte ich eigentlich lieber etwas genauer ;)
Wie ich schon sagte, lernt man etwas neues über die Welt?
Taugen die Geschichten etwas?
Oder geht es einfach nur um KB & B?
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Donnerstag, 29. Juni 2006, 00:52

Zu BF: Erfährt man etwas neues über die Welt? eigentlich nicht. höchstens ein paar Schattierungen. Im Grunde sind es zwei Handlungsstränge. Zum einem wie ein arbeitsloser Diener nach einem neuen Arbeitgeber sucht, recht schnell KB & B findet und in deren aktionen eingesponnen wird. Gleichzeitig suchen die Polizisten der Stadt nach einem Serienmörder (man kann sich ja denken wer das ist). Das wars dann im großen und ganzen.

Zitat

Na logisch... . Ich wollte da eigentlich eine etwas genauere Ausführung von dir...ich meine um das von dir genannte geht es auch in jedem Fantasy-Buch. Ich will wissen um was für Geschichten drehen sich denn die deiner Meinung nach guten SF Bücher? Beispiele?

Eigentlich sind es immer die gleichen Geschichten. Egal ob SF, Fantasy, Thriller oder was auch immer. Deshalb kann ich auch nicht sagen, dass mir genau eine Geschichte drehen muss, dass sie mir gefällt. Was mir auf jeden Fall nicht gefällt sind "Gute, patriotische Menschen kämpfen ehrenvoll gegen böse, folternde Aliens" Geschichten.

Zitat

Handkerum find ich es aber wiederum faul von einem Autor, wenn er mir ein neues Gerät "verkaufen" will und es aber dann nicht mal anständig einführt... also so ne Art Dilemma... .

Kann ich sogar verstehen. Wenn du interessante Charaktere und eine gut ausgearbeitete Welt haben willst solltest du vieleicht einmal Dan Simmons "Hyperion Gesänge" ausprobieren. Die eigentliche Geschichte ist leider nicht so komplex. Dafür gibt es Rückblicke in die vergangenheit der einzelnen Charaktere, womit deren Beweggründe erklärt werden. (wenn du englisch lesen willst, was nicht so einfach ist: der erste Band heißt Hyperion, der zweite Fall of Hyperion; im deutschen ist es nur ein Band mit dem Titel "Die Hyperion-Gesänge. Außerdem gibt es noch eine Forstezung, die aber optional ist und doch ziemlich ins metaphysische abdrifftet).
Für eine richtig komplexe Geschichte könntest du Peter F. Hamiltons Armageddon-Zyklus (Nights Dawn Trilogie) lesen. Von der Zahl der Erwählperspektiven hällt der Zyklus mit Erikson mit. Nur die Charaktere sind etwas flach. Und auch einige Inhalte sind... nun ja... die toten kommen aus dem Jenseits zurück ergreifen besitzt über die Körper der Lebenden (einer der zurückgekehrten und auch handelnden Personen ist Al Capone). Wie gesagt: gewöhnungsbedürftig. Auch muss man eine sehr lange startphase durchstehen und ein apruptes Ende ertragen können. Der erste Band heißt im deutschen "Die unbekannte Macht" und ist die erste Hälfte des ersten englischen Buches.

Ich würde dir eher zum Simmons raten.

maschine

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17

Donnerstag, 29. Juni 2006, 01:19

Hm, also ich weiß nicht wegen BF..mal gucken, vielleicht wünsch ich mir die beiden Bücher von meinen Eltern zum Geburtstag oder so.

Zur SciFi:
Was ist eigentlich mit Vellum von Hal Duncan? Taugt das was?
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18

Donnerstag, 29. Juni 2006, 17:13

Danke Axel, das war schon ausführlicher :) Von dem Armageddon Zyklus hab ich glaube ich sogar schon mal gehört... werd mal meinen Kumpel der gerne SF liest anhauen...ev. kann ich es mir mal ausleihen. Und ja, ich lese grundsätzlich in Englisch (also wenns die Originalsprache ist, mein ich).

@ maschine - Hmm ich glaube Vellum ist nicht wirklich SF...schau mal auf Pat's Seite nach...er hat es vor kurzem gelesen und ein Review geschrieben...
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Mittwoch, 9. August 2006, 15:58

Ich seh nicht ganz, warum man die beiden, SF und Fantasy, gegeneinander aufrechnen muss. Ich mag beides - aber nicht zur selben Zeit. Ich weiss nicht genau, woher das kommt, aber im Sommer lese ich ich immer einen SF-Roman. Fantasy gehört für mich nicht in den Sommer. Ich könnte nicht am Strand liegen und Erikson lesen. Das bedeutet allerdings, dass ich SF schneller lese und vielleicht ganz leicht kleinere Ansprüche habe.

Allerdings gibt es auch bei der SF Meisterwerke, die fast schon epische Fantasy sind: Dune, Farmers Flusswelt, Asimovs Foundation, Simmons' Hyperion-Tetralogie (Illium und Olympos hab ich noch nicht gelesen), Banks' Kultur-Bücher, usw. Bei all diesen Werken gibt es auch eindeutig Berührungspunkte zur Fantasy. Was ich nicht so mag, sind quasi offizielle Mischwerke, also Fantasy-Werke, in denen plötzlich Technik auftaucht oder SF-Welten, in denen es plötzlich Zauberei gibt. "The Force" in Star Wars ist hart am Rand: man könnte sie noch erklären mit einer Höherentwicklung geistiger Fähigkeiten, aber, naja, knapp.. Überhaupt ist SW zwar eine prima Kino-Sache, aber Bücher würde ich nicht lesen; dazu fehlt mir einfach die Zeit. Ebenso bei Star Trek oder Perry Rhodan oder ähnlichen SF-Massenphänomenen.

Wenn ich mir dann aber vorstelle, welche Geschichten mir wirklich Freude und Tränen beschert, welche Welten mich tief beeinflusst haben, dann lande ich wieder bei der Fantasy. Das einzige SF-Werk, das mich ähnlich bewegt hat wie Tolkien oder Erikson oder Dunsany oder MacDonald oder andere (GRRM steht mir noch bevor) ist der Wüstenplanet - bis und mit Band 3.

Na ja, aber ob SF oder Fantasy - man nennt ja beide nicht vergebens "fantastische" Literatur... :D
"Kallor said: 'I walked this land when the T'lan Imass were but children. I have commanded armies a hundred thousand strong. I have spread the fire of my wrath across entire continents, and sat upon tall thrones. Do you grasp the meaning of this?'
'Yes,' said Caladan Brood, 'you never learn.'"

Indii

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20

Mittwoch, 9. August 2006, 18:28

Tja, bei mir ist das irgendwie seltsam. Meine absoluten Lieblingsbücher sind die fünf Teile des Anhalters, aber ansonsten kann ich SF nichts abgewinnen. Dafür mag ich recht viele Fantasy-Sachen, ob nun humoristisch wie Pratchett oder episch wie GRRM oder mit ganzviel Zaubern wie Erikson oder etwas neben der Spur wie Moers.
the power of the riff compels me...