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gero

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1

Mittwoch, 23. August 2006, 22:01

Allgemeines zum Übersetzen

So. Jetzt habe ich auch mal ein Thema aufgemacht. :D

Tja, eigentlich wollte ich in meinem ersten Beitrag in diesem Thread nur ein bisschen allgemeines Geplauder zum Übersetzen an sich vom Stapel lassen, aber aus aktuellem Anlass wird das jetzt doch ein bisschen anders.

Der aktuelle Anlass ist besagte Leserrezension auf Amazon, deren letzter Absatz sich so liest:

Zitat

Es gibt einen Wermutstropfen, das ist die Übersetzung. Das Buch wäre ein ganz klarer Fünf-Sterne-Fall, wenn man sich beim Verlag die Mühe gemacht hätte, einen fähigen Übersetzer dafür zu finden. Da wird aus "High Fist" die Hochfaust und eine Adjunct Lorn wird zur Mandata Lorn (wie wäre es denn mit der Gesandten gewesen, was der Rolle des Charakters entsprochen hätte?). Fazit, für die restlichen Bände habe ich jetzt die englischen Originale bestellt.


Hm, ich habe einmal irgendwo gelesen, dass Autoren sich nicht mit Rezensenten auf eine Diskussion ihrer Werke einlassen sollten, und ich nehme an, dass das für Übersetzer genauso gilt. Mag sein. Trotzdem ist diese Art von Rezension ein sehr schönes Beispiel dafür, was mich an mancher Kritik an Übersetzungen wirklich wurmt (auch wenn sie nicht von einem anglophonen Bücherwurm kommt ... :D)

Schauen wir uns die Sache mal genauer an. (Und - um allen Einwänden vorzubeugen - ja, ich weiß, dass ich jetzt nitpicking betreibe, aber ich darf doch wohl die Aussagen eines Menschen, der ein so vernichtendes Urteil fällt, einer etwas eingehenderen Betrachtung unterziehen, oder?)

Zitat

Es gibt einen Wermutstropfen, das ist die Übersetzung.


Ah ja. Wir haben hier also - wie im nicht zitierten Teil der Rezi ausgeführt wird - ein überdurchschnittliches Werk vor uns, bei dem es jedoch einen Wermutstropfen gibt. Einen Tropfen ...

Zitat

Das Buch wäre ein ganz klarer Fünf-Sterne-Fall, wenn man sich beim Verlag die Mühe gemacht hätte, einen fähigen Übersetzer dafür zu finden.


Sieh an. Der Wermutstropfen scheint doch eher ein ganzer Eimer Wermut gewesen zu sein, wenn er zur Abwertung um einen Stern führt (was - da man bei Amazon meines Wissens mindestens einen Stern vergeben muss - immerhin 25% entspricht). Immerhin wissen wir jetzt auch, woran es liegt. :D

Moment, wissen wir - weiß bookworm - das wirklich? Vielleicht hat der Verlag sich ja um einen fähigen Übersetzer bemüht, aber es hatte grade keiner Zeit. Oder sie hatten sich alle versteckt ...
Sei's drum. Anscheinend hat also ein unfähiger Übersetzer das Buch übersetzt (und jetzt denken wir nicht weiter darüber nach, ob der Übersetzer tatsächlich unfähig ist, oder ob er vielleicht wenig Zeit hatte oder kurz zuvor von seiner großen Liebe verlassen worden war oder die Übersetzung durch die Redaktion verschlimmbessert wurde ...)
Aber Moment mal. Da bookworm das da oben ja tatsächlich nicht wissen kann, ist es schon reichlich mutig, den Übersetzer als unfähig zu bezeichnen (was da zwar nicht expressis verbis steht, aber natürlich gemeint ist). Ich würde ja sagen, dass es angesichts des begrenzten Wissenshorizonts, den bookworm in dieser Hinsicht eigentlich nur haben kann, eigentlich voll und ganz gereicht hätte, die Übersetzung als schlecht zu bezeichnen - denn das war schließlich das, was der Rezensent vor sich hatte.

Anyway. Natürlich sind wir gespannt, ob uns bookworm auch noch Beispiele liefert, an denen wir erkennen können, wie er zu seinem Urteil gekommen ist. Und ja, in der Tat, das tut er:

Zitat

Da wird aus "High Fist" die Hochfaust und eine Adjunct Lorn wird zur Mandata Lorn (wie wäre es denn mit der Gesandten gewesen, was der Rolle des Charakters entsprochen hätte?)


Einmal abgesehen davon, dass bookworm anscheinend ein auf höchst originelle Weise verdrucktes Exemplar der "Gärten" gelesen haben muss - denn in meinen Belegen (und soweit ich es von anderen Lesern gehört habe, auch in allen anderen Exemplaren) steht "Hohefaust", eine Übersetzung, die sich z.B. in die Tradition des "Hohepriesters" etc. einreiht - und außerdem zu einer völlig neuen, in dieser Form noch nie dagewesenen Interpretation der Rolle Lorns kommt - eine Gesandte ... tja, also da hätte der unfähige Übersetzer aber doch wirklich drauf kommen können, eine stinknormale Gesandte, die halt zufällig von einem T'lan Imass begleitet wird und ein Otataral-Schwert trägt ... aber gewiss doch -, also abgesehen von dem da oben - um den Faden dieses überlangen Satzmonstrums noch einmal aufzunehmen (:D) - sollen das etwa die ... ja, was? ... vielleicht die Beweise (?) dafür sein, dass der Übersetzer unfähig ist und das Buch eine Abwertung um 25% verdient? Aber hallo. Eine Hochfaust, die nur in bookworms Exemplar vorkommt und die mutige Interpretation der Funktion einer Figur. Was für eine Datenbasis. Ich bin begeistert. Ich enthusiasmiere sozusagen (:D), wie man an diesem Text zweifellos merkt.

Zitat

Fazit, für die restlichen Bände habe ich jetzt die englischen Originale bestellt.


Das will ich aber auch schwer hoffen, bookworm. Denn ich möchte wirklich nicht, dass das geniale Auge eines zweifellos genialen Lesers womöglich noch einmal durch das unwürdige Geschreibsel eines unfähigen Übersetzers gequält wird und möglicherweise gar zu tränen anfängt. Nein, das möchte ich ganz und gar nicht. (Auch wenn mich ein ganz klein wenig - aber wirlich nur klitzeklitzeklein - die Frage umtreibt, was es bedeutet, wenn sich jemand "für die restlichen Bände ... die englischen Originale bestellt.")

So. Das musste jetzt einfach mal sein.

Um uns nicht misszuverstehen: Ich habe nichts gegen Kritik, und wenn z.B. jemand schreibt, dass er die Eindeutschungen störend findet - je nu, damit muss ich leben, dass die Geschmäcker in dieser Hinsicht verschieden sind (ich selbst mag z.B. den englisch-deutschen Namensmix beim "Lied" nicht - aber ich würde die Übersetzung des "Liedes" auf dieser Basis niemals als schlecht bezeichnen).

Aber einen Übersetzer (mehr oder weniger durch die Blume ... obwohl ... eigentlich eher weniger) als unfähig zu bezeichnen, einen Stern bei der Bewertung abzuziehen - und das Ganze dann mit zwei Beispielen zu begründen, die entweder falsch oder zumindest hochgradig diskussionswürdig sind? Ne, so kann es nicht gehen. So darf es mMn auch nicht gehen. Vor allem nicht, wenn da irgendwelche Anonymlinge am Werk sind, die zu ihrer Meinung noch nicht einmal mit ihrem Namen stehen ...

:evil:

Aber nu' geht's mir schon wieder besser. So gesehen könnt ihr gerne neue Fragen stellen ... :D

Grüße
Gerd (der eigentlich was ganz Anderes hätte tun müssen ... :rolleyes: )
Sudden moroseness. One hop too far.

2

Mittwoch, 23. August 2006, 22:12

Nimm's nicht so schwer, Gerd. Da hat mal wieder jemand seinen Senf dazugegeben, der keine Ahnung hatte. Ich rege mich regelmäßig über solche Rezis auf und frage mich manchmal, ob die Autoren selbiger auch wirklich das gleiche Buch gelesen haben wie ich. ?(

Mich würde aber trotzem mal interessieren, wie du dazu gekommen bist, Adjunct mit Mandata zu übersetzen.
"Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt. Er ist nur ein Strang des Netzes, und was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an."

3

Mittwoch, 23. August 2006, 22:20

Weißt du eigentlich, dass dein Posting mich geradezu dazu anstachelt, selbst eine Rezension mit Lästereien über den Übersetzer zu verfassen? Ich würde mich auch extra anstrengen und mich bemühen, einen würdigeren Gegner abzugeben :D :D.

@Apsalar: Hast du schon im Thread "Übersetzungsfragen -> Fragen an den Übersetzer" nachgeschaut? Dort sind einige Ausschnitte aus alten Antworten geros aufgelistet und ich weiß dass er schon mal was zur Mandata geschrieben hat. Nur ob es dort zitiert wurde, weiß ich nicht sicher. Ich glaube, es hatte etwas damit zu tun, dass Mandata als erweiterte Hand der Imperatrix verstanden werden kann und dies wohl auch die Bedeutung des Wortes Mandata (Manus -> Hand; verwandt mit Mandat) ist... Aber wie so oft bin ich mir nicht sicher.


Gruß,

Threepwood

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Threepwood« (23. August 2006, 22:20)


gero

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4

Mittwoch, 23. August 2006, 22:30

*seufz*

Sowas hatte ich befürchtet, Threep. :D Aber wenn du deine Sache gut machst, werde ich auch nicht viel dagegen sagen können.
Btw - hast du mal wieder ins BP-Forum geschaut ... :tongue:

@ Apsalar:

Ich habe mich schon längst wieder abgeregt ... :D Dummerweise stolpere ich immer mal wieder über solche Sachen (und natürlich nicht nur auf mich bezogen - diese Art von Kritik an Übersetzungen wünsche ich auch keinem Kollegen!), und der heutige Tag war insgesamt so unprall, dass ich einfach mal Dampf ablassen musste.

Und da ist mir diese Rezi gerade recht gekommen ... :smoke:

Zur Adjunct / Mandata habe ich tatsächlich schon mal was bei BP geschrieben. Ich fürchte nur, ich werde es nicht mehr wiederfinden ... Ich sag' da nachher noch was dazu, muss vorher noch was überprüfen.

Grüße
Gerd
Sudden moroseness. One hop too far.

5

Mittwoch, 23. August 2006, 22:32

Zitat

Original von gero
Btw - hast du mal wieder ins BP-Forum geschaut ... :tongue:


Die Antwort ist in der Mache :D.

So, fertig :D :D.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Threepwood« (23. August 2006, 22:42)


6

Mittwoch, 23. August 2006, 22:56

@Threep:
DAS sollten wir aber auch hier verewigen!!!! UNBEDINGT!
Und wenn ich es kopiere und im Übersetzungsfragen-Forum "sticky" mache... :D

7

Mittwoch, 23. August 2006, 23:00

Tu dir keinen Zwang an...

Pustl

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8

Mittwoch, 23. August 2006, 23:14

Meine Ansprüche an die Verwendung der Sprache in einem Buch sind nicht hoch. Wenn ich ein Werk lesen kann, ohne dass mir Fehler direkt in die Augen springen oder den Lesefluss stören, habe ich meine Freude daran (ja, natürlich sollte der Inhalt auch noch was hergeben ). Bei den neun bisherigen von dir übersetzten Büchern habe ich überhaupt nichts Auszusetzen. Das mit Leida habe ich als Schweizer erst hier im Forum erfahren, aber es muss ja nicht jeder Name sofort eine hintergründige Bedeutung haben.
Obwohl ich die englischen Bände mangels Sprachkenntnissen (noch) nicht lesen kann, glaube ich, dass du die frische Art (ohje...was das auch nn wieder bedeuten mag) zu schreiben von SE in das Deutsche übernommen hast. Oft habe ich lachen müssen, wenn ein neuer Charakter mit einem lustigen "eingedeutschten" Namen aufgetaucht ist. Wären diese vom Original direkt übernommen worden, so wäre dies wohl öfters ausgeblieben.

Wer solche Kommentare zu Büchern schreibt hat doch selbst ärgere Probleme. Man sollte ihn in dieses Forum lassen, damit er wieder positive Energie sammeln kann (Naja, vieleicht erst Missgunst in den Urlaub schicken).

Gero, danke dass du uns die Möglichkeit gibst, diese Bücher in unserer Sprache zu lesen.

Hochachtungsvoll Pustl (Der sein Leben lang mit Deutsch einen Krieg führen wird)

frenchfries

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9

Donnerstag, 24. August 2006, 16:19

Ein Übersetzör hats schwör...! :alright:

Aber Kopf hoch, Gero. Du befindest Dich punkto kompetenter Kritik mit dem Autor in bester Gesellschaft. Bei "Reich der Sieben Städte" hab ich eine Rezension gefunden, die schlicht köstlich ist. Sie steht im "genervten Übersetzer"-thread. Viel Spass!

:D
"Kallor said: 'I walked this land when the T'lan Imass were but children. I have commanded armies a hundred thousand strong. I have spread the fire of my wrath across entire continents, and sat upon tall thrones. Do you grasp the meaning of this?'
'Yes,' said Caladan Brood, 'you never learn.'"

10

Samstag, 23. September 2006, 17:04

Obwohl das Thema schon etwas Staub angesetzt hat, möchte ich es nochmal aufnehmen. Zuerst - ich finde es ganz toll, dass der Übersetzer hier höchstselbst Rede und Antwort steht und auch von seinen Sorgen und manchmal kleinen Ärgernissen berichtet. Ich habe auch ein paar Jahre als Dolmetscherin/Übersetzerin gearbeitet, aber nur auf dem Gebiet Wirtschaft und Technik (leider nicht Englisch, weshalb ich mich auch noch nicht an die Orginalausgaben wage). Ich bewundere schon immer die Leute, die fremdsprachige Literatur übersetzen. Vor allem bei Fantasy-Werken ist das sicher kein leichtes Unterfangen, da hier ja sprachliche Eigenheiten und Neufassungen nicht selten sind und höchste Anforderungen an Sprachgefühl und ja - auch Fantasie des Übersetzers stellen. Ich persönlich bin mit dem SdG sehr zufrieden. Z.B. war mir der hier kritisierte Begriff "Mandata" gleich als sehr treffend aufgefallen. Auch "Gewirr" ist für mich eine sehr gelungene Übersetzung, die auch fantasieanregend ist, denn man macht sich doch seine Gedanken darüber, wie und was es eigentlich ist. Zur Übersetzung von Eigennamen hat jeder seine Meinung, ich finde es o.k., sie sollte sich nur nicht zu weit vom Original entfernen. Bei der hier im Forum geposteten Gegenüberstellung ist das für mich so voll zu akzeptieren.
@ gero - allen kann man es sowieso nie recht machen !

- übrigens, mir wird in den Büchern etwas viel "gegrunzt". Aber das muss ja nicht an der Übersetzung liegen.
Stell Dir vor, Du stiegest im Traum zum Himmel auf und pflückest eine wunderschöne Blume. Und Du erwachest und hieltest sie in Deiner Hand.
Ah, was dann ...

11

Sonntag, 24. September 2006, 01:32

Zitat

Original von Königin der Träume
- übrigens, mir wird in den Büchern etwas viel "gegrunzt". Aber das muss ja nicht an der Übersetzung liegen.


tut es nicht ^^ die grunzen auch im original sehr viel rum, was mich aber eigentlich nicht stört. passt zu diesen barbaren ;)

und nebenbei bemerkt habe ich GotM zuerst im Original und dann in der Übersetzung gelesen und habe mich dann entschieden, doch erstmal nur die deutschen Bände zu kaufen, da ich von der Übersetzung sehr sehr begeistert war und bin. Bei dem Mist, der leider teilweise zu lesen ist (aus welchen Gründen auch immer, gero, um nicht generell Kollegen schlecht zu machen), ist Gerds Übersetzung in meinen Augen einfach passend und verdammt gut. So. Jetzt konnte ich nebenher auch endlich mein Lob loswerden ^^

Auf die Rezensionen bei amazon.de gebe ich sowieso nichts, obwohl es doch manchmal (selten) begründete und hilfreiche gibt. Schade, dass jeder Depp seinen unqualifizierten Mist da schreiben darf und damit eventuell interessierte Menschen vom Lesen solcher Perlen abhält...

maschine

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12

Sonntag, 24. September 2006, 02:05

Wobei es aber in meinen Augen (oder Ohren?) keine exakte deutsche Übersetzung zu "grunt" gibt.
Bei "grunzen" muss zumindest ich immer eher an den Laut denken, den Schweine von sich geben, mit "grunt" verbinde ich da eher einen menschlicheren Laut, so ein gelangweilter, halb missbilligender Mix aus Stöhnen und Knurren.
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Sonntag, 24. September 2006, 18:23

grummel-grunzen x.Ô

zum thema exaktheit: meiner meinung nach sollte eine übersetzung gar nicht möglichst exakt sein. die kunst des übersetzens ist es, die eine sprache in die andere zu übertragen, nicht exaktes wort-für-wort übersetzen. wir wollen ja nachher deutsch lesen und nicht englisch mit deutschen wörtern. und da macht gerd einen sehr schönen job, finde ich.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »paliato« (24. September 2006, 18:27)


maschine

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14

Sonntag, 24. September 2006, 19:01

Ja, das stimmt schon, nur finde ich es halt allgemein ein wenig merkwürdig, wenn ich dauernd (auch in anderen Büchern) von grunzenden Männern lese
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Sonntag, 24. September 2006, 20:12

ich nicht. du musst sprache offener sehen. werd deine assoziationen mit "grunzen" los ;)

maschine

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Sonntag, 24. September 2006, 20:19

Hm...nö, denn dadurch würde ja letztendlich nur der Wortschatz verkleinert, da ja viele Worte überflüssig würden
Da könnte man dann auch "rennen" abschaffen, weil ja "laufen" auch ausreicht ;)
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Sonntag, 24. September 2006, 20:25

jedem das sein. mir macht das grunzen nix.

18

Sonntag, 24. September 2006, 21:59

Zitat

Original von maschine
Ja, das stimmt schon, nur finde ich es halt allgemein ein wenig merkwürdig, wenn ich dauernd (auch in anderen Büchern) von grunzenden Männern lese


"Die Genialität seines Plans wurde nur durch die Dimension seines Scheiterns übertroffen"

19

Montag, 25. September 2006, 19:13

@paliato: Da hast du natürlich voll und ganz recht was eine gute Übersetzung angeht. Und hinzu kommt, dass auch der Stil des Originalautors erhalten bleiben sollte, was meines Erachtens die größte Schwierigkeit ist.
Ich dachte mir schon, dass das "Grunzen/grunt" im Original genauso häufig vorkommt, habe nur damit ein ähnliches Problem wie Maschine. Da es aber bisher die einzige Formulierung ist, die mir etwas negativ auffällt, kann ich damit gut leben.
Stell Dir vor, Du stiegest im Traum zum Himmel auf und pflückest eine wunderschöne Blume. Und Du erwachest und hieltest sie in Deiner Hand.
Ah, was dann ...

maschine

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20

Montag, 25. September 2006, 19:38

Und damit keine Missverständnisse aufkommen:
Natürlich meine ich das nicht als Kritik an der Übersetzung, es scheint nur einfach in der deutschen Sprache kein passendes Wort für genau diesen Laut zu geben :nixweiss:
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