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Donnerstag, 9. November 2006, 18:32

Kritik an BH

Holla nochmal,

einige weitere Kritikpunkte zu BH:

1) Das Auftauchen der Jaderiesen und Heborics Verhältnis zu den Jaderiesen:

Was soll der Mist? Diese Jadegeschichte hätte sich SE schön sparen können. War Heboric anfangs noch sympatisch, so wird er mehr und mehr zum mentalen Wesen.

Diese irren Träume, dieser ganzen Schund mit den blutenden Wunden im Gefüge des Raums etc. - hätte sich SE dies nicht besser gespart?

Oder findet ihr diese Weltraumszenen irgendwie passend für ein Buch wie "das Spiel der Götter"?

Ich halte diese Szenen für nicht unterhaltsam, verwirrend, schlecht beschrieben und völlig störend.

--

2) E'resal

Ich verstehe sie als "Urgöttin", also praktisch als "Mutter Natur".

Daher sind die anderen elder gods ihr auch unterlegen, sie sind machtlos angesichts ihrer Herrin bzw. nur Aspekte ihrer selbst (mit eigenem Willen ;)).

Aber stört das nicht das "Spiel", um dass es ja letztlich bei dem ganzen Buch geht?

Was soll so ein Mitspieler, der sich nicht an die Regeln hält und gleichzeitig den anderen Mitspielern auch noch klar überlegen ist?

Welche Ziele könnte sie haben?

--

Die C'che Malle (ihr wisst, wen ich meine ;))

Lieber SE, hättest Du die nicht im Schlick der Geschichte lassen können? Langsam wird mir die ganze Sache ein bisschen zu science fiction-mässig (mit diesen ollen Maschinen und "Nanorobotern" (siehe die Szene mit Karsa, der die Dinge im Blut der Kreatur in der Festung entdeckt).

--

Apsalar

Übertrieben, völlig übertrieben! Übte sich das Buch vorher zumindest halbwegs im Verhältnismäßigen, so erscheint mir ihr "Zerstauben" der 320 Klauen doch zu krass.

Da wird gar nicht mehr richtig gekämpft, ganze Handvoll Klauen bersten einfach in Wolken von Blut auseinander.

Und dann diese peseudo-erfürchtige Bemerkung am Ende des Buches von Schattenthron im Hinblick auf Apse (schöner Spitzname ;)): "not even Cotillion".

Was soll das? Alleine die Tatsache, dass Cotillion die Edur auf dieser Insel (Drift Avali?) so wenig kämpferisch sonder einfach durch seine Macht "zerhäckselt" - störend, ärgerlich, übertrieben!

Erinnert mich an die Szene mit der Geisterarmee in Herr der Ringe, die die Orks um ihren verdienten Sieg bringt!

Grauenvoll!

--

Hauptkritikpunkt (hatte ich in ähnlicher Form schonmal angesprochen):

Die Logik der Azath-Häuser!

Es macht einfach keinen Sinn:

Einerseits sind im Azath Entitäten aus einem Grund eingesperrt: sie sind zu mächtig und man kann sie nicht (manuell ;) ) töten

Andererseits lassen sich diese Kreaturen sehr wohl töten, und dazu oft noch sehr einfach!

- Es macht also keinen Sinn, dass einer wie Dehim Neval erst in einem Azath gefangengehalten wird, und dann ausgehungert fast von einer schwächlichen Voreiterin fast vernichtet wird!

- Analog: siehe die 5 Tartenhal-Götter in MT! Die liessen sich töten wie plumpe Bauern.

- Icarium war mittlerweile so oft bewusstlos, warum schneidet dem nicht einfach einer die Kehle durch? Man könnte so die Pläne der Namenlosen leicht verhindern.

- Die Jaghut-Tante aus BH gerät wie ein müdes Fischermädel so leichtfertig in ihren tödlichen Hinterhalt dass man sich wirklich fragt, warum es vorher ihrer Bindung bedurfte (gut, in dem Fall weiss ich nicht mehr, ob sie von einem Azath oder nur durch ein Ritual gebunden wurde. Im Grunde gilt hier aber die gleiche logische Unstimmigkeit: warum killt man sie nicht einfach?)

Es stellt sich also die Frage?

Warum gibt es die Azath? Es ist doch viel einfacher, die jeweiligen Wesen direkt zu töten, als sie erst zu fangen, und dann in das Azath zu befördern!

--

Noch ein Punkt:

Vielwandler:

Dejim Neval kann durch genug Blut weitere Entitäten seiner Art manifestieren (wird wortwörtlich beim geplanten Überfall auf die Karawane gesagt).

Auch bei dem Vielwandler Ryllanha? oder so (ich meine nicht den Rattenvielwandler, sondern den Wolf) wird bei dem Zusammentreffen von Karsa und Icarium bemerkt "12? also ist er noch mächtiger geworden".

Jetzt frage ich mich:

Wenn man nach einer läppischen Karawane schon um eine Entität zulegt, wie muss mann dann erst an Macht und Zahl zulegen wenn man eine ganze Stadt frisst (deren Bevölkerung, jaja ;))?

Oder auch nur ein Dorf?

Und der Vielwandlerwolf ist ja uralt!

Hier gibt es also Unstimmigkeiten.

---------------------

So, würde mich freuen wenn einer von euch einige oder alle dieser Punkte anders sehen würde, also Feuer frei ;)

Gruß, Euer Loquentius

(ich finde BH sonst klasse, das sei nochmal gesagt ;))

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Loquentius« (9. November 2006, 18:36)


Cotillion

Assassine des hohen Hauses Schatten

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2

Donnerstag, 9. November 2006, 20:27

Zu den Azath-Häusern...die Azath-Häuser würden sich wahrscheinlich sehr gerne noch andere mächtige Lebewesen einverleiben, aber diese Lebewesen müssen erstmal in die Reichweite eines Azathhauses bekommen, bzw es betreten.
Beispiel ist Silchas Ruin, das Azathhaus hätte nichts gegen ihn unternommen, aber da Scab ihn ins Azathaus "warf" hatte es ihn gefangen genommen.
Die wirklich mächtigen lassen sich wohl nicht so einfach von einem Azathhaus einfangen, oder sind zu klug sich dort hinzubegeben
Doch Cotillion hatte ihn beschämt.
Kein Wunder, dass der elende Kerl ein Gott ist. Beim Atem des Vermummten, ich habe noch nie zuvor solche Begabung gesehen. Und dann noch dieses verdammte Seil!

Kalam, Haus der Ketten

3

Donnerstag, 9. November 2006, 20:38

Hi Coti,

darum ging es mir nicht.

Das Azath hat nach obiger Aussage von mir keinen stimmigen Grund zu existieren (von dem Thema "Aufsteigen" jetzt mal abgesehen).

Warum fängt es Wesen ein? Warum werden Wesen dem Azath übergeben?

Bisher wurde gesagt, dass diese Wesen zu mächtig wären, um sie zu töten. Daher beförderte man sie in das Azath.

Meine Frage ist nun? Warum?

Wenn man diese Wesen ohnehin soweit hat, dass man sie dem Azath übergeben kann, warum tötet man sie dann nicht? Dass dies möglich ist, zeigen meine oben genannten Beispiele.

Cotillion

Assassine des hohen Hauses Schatten

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4

Donnerstag, 9. November 2006, 20:44

Nja ich denke diese "Warum" Frage wird nie wirklich beantwortet werden.
Das Azath ist eigentlich eine Art Hochsicherheitsgefängnis für mächtig kriminelle Wesen.....genauso wie unsere Strafen Lebenslänglich im Gefängnis und die Todesstrafe...hmm
Doch Cotillion hatte ihn beschämt.
Kein Wunder, dass der elende Kerl ein Gott ist. Beim Atem des Vermummten, ich habe noch nie zuvor solche Begabung gesehen. Und dann noch dieses verdammte Seil!

Kalam, Haus der Ketten

Anomandaris

First Son of Mother Dark

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5

Donnerstag, 9. November 2006, 23:48

Das Problem liegt in der Argumentation. Du gehst einfach davon aus, dass du jemanden den du gefangen setzen kannst, auch töten kannst. Dem ist nicht so... . In MT sagt Scaby selbst er könne Silchas nicht töten, nur ausser gefecht setzen. Um ihn trotzdem lange los zu werden, gibt er ihn in ein Azath.
Und auch deine Bsp. sind nicht wirklich stichhaltig, mMn. Wenn du sie natürlich so interpretieren willst, dann ist es schwer dich von was anderem zu überzeugen. Aber wie ich schon mal zu diesem Thema gesagt habe (nach deiner Kritik an MT) liegt die Besiegbarkeit dieser von dir so mächtig gehaltenen Wesen (zb. die Tarthenal "Götter") daran, dass sie nach jahrtausende langer Einkerkerung einfach nicht mehr so mächtig und "fit" sind, wie damals und/oder auch daran, dass sie eben in Wirklichkeit gar keine so mächtigen Wesen sind...einfach nur genug mächtig um von primitiven Völkern für Götter gehalten zu werden. Man siehe nur das Beispiel aus HoC wo Karsas Volk diese Götter anbetet und es sich nachher herausstellt, dass es eigentlich "nur" verstossene T'lan Imass sind!

Ausserdem sind nicht alle Wesen, die ins Azath verschwinden in die Kategorie "zu mächtig um zu töten" einzuordnen. Manchmal schnappt sich ein Azath Haus auch einfach ein Wesen das eine Gefahr ist für die Balance der Region/Zeit was auch immer. Es geht mehr um potentiell sehr gefährliche und destruktive Kreaturen. Es ist mMn nicht nur ein Gefängniss für "unkaputtbare" Wesen.
Mane of Chaos. Anomandaris. Lord of the Tiste Andii, who has looked down on a hundred thousand winters, who has tasted the blood of dragons, who leads the last of his kind, seated in the Throne of Sorrow and a kingdom tragic and fey.
Mod-Stimme ist rot :yoda:



Jeder hat das Recht auf seine eigene, falsche Meinung.

6

Freitag, 10. November 2006, 08:46

Es heißt übrigens Dejim Nebrahl. :D

Zur Sache:
Die meisten Kritikpunkte muß ich leider mit Loquentius teilen.
Die Jade-Riesen und die ganze Geschichte mit Heboric waren nervend bis langweilig. Das war der Teil des Buches den ich ziemlich zäh fand.
Die Eres'al! Da hab ich ja schon in einem eigenen Thread meine Meinung kundgetan. Wobei ich das mittlerweile etwas revidiere und sie für nicht mächtiger als die anderen Älteren Götter halte. Sie mischt sich halt nur ein. Bleibt nur dieses (mich) nervende Zeitreisendingens. :)
Apsalar, wenn auch nicht wirklich störend, dann doch völlig übertrieben als sie mit den Klauen aufräumt. Vor allem, nachdem ich nochmal DG gelesen hab, wo Kalam sich mit ein paar Händen der Klauen fast übernimmt.
Dejim Nebrahl war für mich die lächerlichte Figur in BH überhaupt. Mit grossem Brimborium angekündigt und befreit und am Ende mal einfach so von Pustl, Mappo einer Soldatin ausgehebelt. Die Schattenhunde mussten ja nur noch Reste verwerten. Und Paran läßt deshalb die extremst gefährlichen Deragoth frei. :kopfsch:
Die Che'Malle-Technologie fand ich auch etwas zu SciFi mäßig ... aber nicht weiter problematisch.

Zu den Azath bin ich etwas anderer Meinung. Sie finde ich äußerst interessant. Wobei ich mir definitv nicht im klaren darüber bin, wie mächtig sie sind, wie sie funktionieren usw. Ein Beispiel: Das Azath (Tremorlor) in DG will Icarium gefangen nehmen, allerdings ist Icarium kurz davor es zu zerstören ... und es hat wohl auch Angst vor ihm. ?( Mächtige Wesen werden teilweise gefangen genommen, teilweise arbeiten sie dann aber als Wächter (Raest) ?( Also ich will gar nicht anfangen darüber nachzudenken, sonst tun sich tausende von Fragen auf, die mir eh niemand beantworten kann. Wahrscheinlich auch SE nicht ...
Wobei ich das mystische und geheimnisvolle der Azath ja grad das interessante finde und ich weiß nicht, ob da eine vollständige Aufklärung der Sache gut tun würde.

Und mit den Jade-Riesen ... vielleicht schafft SE ja noch im Verlauf der Story, dass ich meine Meinung darüber ändere. ;)


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7

Freitag, 10. November 2006, 12:23

Moin moin,

also Anomander, manchmal vergisst Du, dass alle anderen hier die Bücher auch gelesen haben. Nicht nur Du ;).

Wir haben also alle den gleichen Wissensstand. Ich setze also dieses Wissen voraus, wenn ich hier zu abstrusen Diskussionen anrege ;).

"In MT sagt Scaby selbst er könne Silchas nicht töten, nur ausser gefecht setzen. Um ihn trotzdem lange los zu werden, gibt er ihn in ein Azath."

Mensch Anomander, dass weiss hier doch jeder ;). Darum geht es doch gerade bei meiner Kritik, dies (die Gefangennahme sonst unsterblicher Wesen) sollte der Zweck eines Azath sein.

"Das Problem liegt in der Argumentation. Du gehst einfach davon aus, dass du jemanden den du gefangen setzen kannst, auch töten kannst. Dem ist nicht so"

Ich sehe überhaupt kein Problem mit meiner Argumentation. Lies doch nochmal meinen Punkt oben zum Azath, das ist doch deutlich formuliert? Vielleicht kannst du mir dann folgen ;) (ja, das war ne absichtliche Spitze, sorry ;)).

Meine Beispiele haben gezeigt, dass ehemalige Gefangene des Azath sehr wohl zu töten sind.

Warum hat man sie dann zuerst dort eingesperrt? Wenn, wie Du argumentierst, diese Tarthenal falsche Götter wären, dann wäre doch das Töten dieser Wesen noch viel weniger ein Problem gewesen!

Dass das Azath, wenn es denn die Möglichkeit dazu hat, auch selbst aktiv mächtige Wesen einfängt, ist auch klar. Das spielt aber bei der Frage keine Rolle, warum ihm aktiv Wesen übergeben werden.

Bei Scabby und Silchas habe ich übrigens die Idee, dass Scabby Silchas nur besonders hart quälen möchte, und ihn desshalb der ewigen Einkerkerung übergibt. Rake ist doch auch zu töten, wie er oft selbst sagt (z.B. meint er in einem Band, dass der rote Drache aus Monbrut (Sil.irgendwas?) ihn womöglich besiegen könnte (oder auch Schattenthron plus seine Hunde).

Das Konzept des Azath ist also logisch nicht stimmig.

Warum sagst du eigentlich dauernd, ich darf meine eigene Meinung haben? Das impliziert immer, dass ich unverrückbar an meiner eigenen Meinung festhalte. Dem ist nicht so (sonst würde ich ja gar nicht nach eurer Meinung fragen).

Anstatt also Deine Sicht der Dinge darzulegen, siehst Du dauend Probleme in meinen Aussagen. Ich würde viel lieber mal Deine Meinung zum Thema hören ;).

Meine Kritik sollte sich aber auf das Buch beziehen, und nicht auf Dich oder Deine Art zu "diskutieren". Also lass uns doch einfach beim Buch bleiben.

Friede auf Erden, bei den Jahreszahlen vertut sich SE ja auch oft, vielleicht kann man ihm den Azathfehler dann ja verzeihen ;).

8

Freitag, 10. November 2006, 12:38

Zitat

Original von Loquentius

Das Konzept des Azath ist also logisch nicht stimmig.


Da hast du nicht ganz unrecht. Wobei natürlich einfach auch sein kann, dass wir zu wenig von dem Gesamtkonzept begriffen haben, um das zu beurteilen. :)
Allerdings, so weit ich mich erinnere, hat das keiner der Charaktere im Buch. Zumindest nicht die, die sich zu den Azath äußern. Daraus schließe ich einfach, dass die Azath etwas fremdartiges im gesamten Malazan Universum darstellen und eine vollständige Offenlegung aller ihrer Geheimnisse wohl nicht möglich sein wird, ohne größere (scheinbare oder tatsächliche) Widersprüche zu offenbaren.
Ich denke, da hat SE sich tatsächlich etwas weit aus dem Fenster gelehnt und muss die Azath deshalb in diesem mehr oder wenig geheimnisvollen Zustand belassen ...
Richtig stören tut mich das aber nicht.


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Anomandaris

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9

Freitag, 10. November 2006, 13:00

Ich finde nicht, dass wir uns ein Urteil darüber schon erlauben können. Wir wissen viel zu wenig darüber und alles was wir wissen ist durch eine Charakter-brille zu uns gelangt, könnte somit also total falsch sein.

Soweit ich es bisher verstanden habe sind die Azath eine art Wächter der Balance in Wu. Viel mehr kann ich aus den bisherigen Informationen nicht ziehen. Und wie Sed'aran sagt, mir gefällt gerade auch dieses mystische daran. Ich meinerseits traue es SE zu, dass er das schlüssig hinkriegt. Ob er uns allerdings alles davon zeigt, dass bleibt abzuwarten (und leider halte ich es eher für unwahrscheinlich).
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10

Freitag, 10. November 2006, 13:04

Sehr gut, belassen wir es dabei.

So ähnlich würde ich es auch sehen, er hatte zwar ein Konzept, hat sich aber im Laufe der Bücher halt nun "verfranzt".

Aus dem Grunde geht er ja auch nicht genau auf die Art und Weise ein, wie man ein Magier wird (ich meine sein schwammiges Zitat mit "acquired through skill ... but not always" usw.) oder auf das Funktionsprinzip des Aufsteigens.

So gesehen macht das ja auch den Reiz seiner Reihe (für mich) aus: man entdeckt selbst nach und nach eine völlig fremde Welt. Die Sache mit dem Azath kam mir halt komisch vor, und ich fände es einfach schade, wenn sich SE trotz seines sonst stimmigen Gesamtkonzepts langsam in Widersprüchen verfängt.

Ich glaube auch, dass SE jetzt langsam erkennt, dass er noch mehr auf "das Spiel der Götter" eingehen muss. Bisher habe wir die Götter und einige ihrer Schachzüge kennengelernt, dich ich habe das Gefühl, das erst seit BH der Krieg wirklich losgeht (wird ja auch mehr oder weniger direkt im Text so gesagt).

Aber wie passt die E'resal in das Spiel? Da bin ich echt gespannt ;)

Nur noch eines zu dieser "Charakterbrille" (Gero hat ja auch mal so argumentiert, dass wir manchmal falsche Informationen bekommen):

Ich glaube nicht daran.

Die Reihe ist schon komplex genug, mir fällt auf Anhieb kein Beispiel ein, wo uns jemand aus Unwissen falsche Informationen gegeben hat? Wisst ihr da ein Beispiel?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Loquentius« (10. November 2006, 13:09)


11

Montag, 14. Januar 2008, 15:27

Was Unlogisches?

Bin beim Reread grad auf was gestoßen - der dafür passende Thread (ihn gibts glaub ich schon irgendwo) wäre eigentlich der zu K. Emurlahn bzw. The Nascent - aber ich bin zu faul zum Suchen. Sorry :) !

Alsoooo: In HoC treffen Trull und Onrack zu allererst auf die Statuen der Hunde d. Dunkelheit - nämlich in besagtem Bruchstück der Schattensphäre.

Warum, bitteschön, meint Igel in BH, bei der endgültigen Befreiung von den Hundchen, dass dieser Ort einst vom Tod bewohnt wurde (er deshalb materiell samt Moranthknaller manifest sei).

HÄH??? Wieso war Emurlahn einmal vom Tod bewohnt?

Und noch ein kleiner Punkt, der inhaltlich zu HoC gehört. Trull findet Moranthmunition in der Nähe der Statuen. Zeitlich waren Trull und Onrack doch vor Igel Vorort. Woher stammt dann die Munition? Etwa von der Trygalle-Magierin und der Orr-Tussi?

Ok, soweit erst mal. Man erleuchte mich bitte mit profunden, logischen Antworten! ;)
Die Katzen halten nur den für eloquent, der miauen kann

12

Montag, 14. Januar 2008, 17:49

Hm, keine Ahung, ob meine Antworten profund und logisch sind, aber ich versuch's ;)

Soweit ich mich erinnere, wandern die Bruchstücke, auch das, in dem Trull und Onrack waren. Daher müssen die Statuen nicht zwangsläufig im Nascent gewesens ein, eventuell haben Trull und Onrack unwissend eine Grenze überquert. So würde ich es mir auch erklären, warum der Ort vom Tod berührt worden war, oder sowas ähnliches.

Spoiler Spoiler


In RG sehen wir ja auch, dass die ursprüngliche, alste Todessphäre sehr unterschiedliche Gesichter haben kann und die Landschaften und Bereiche - das Refugium - ineinander übergehen.


Sicher, dass Trull und Onrack vor Igel dort waren? Ich weiß es nicht mehr so genau.. *grübel*


Schatten
"Always dream and shoot higher than you know you can do. Don't bother just to be better than your contemporaries or predecessors. Try to be better than yourself."
William Cuthbert Faulkner

"My definition of good literature is that which can be read by an educated reader, and reread with increased pleasure."
Gene Wolfe

13

Dienstag, 15. Januar 2008, 10:25

Okay, die Wanderung der Bruchstücke mag eine Erklärung sein. Obwohl sie mir nicht wirklich plausibel erscheint in bezug auf eine Überschneidung mit der oder einer Sphäre des Todes.
Klar, das Refugium ... Hm.

Auf jeden Fall waren Trull und Onrack früher da. Denn die ersten beiden Deragoth - die nicht mehr da waren, als Paran & Co. eintreffen - wurden von Onrack befreit.
Die Katzen halten nur den für eloquent, der miauen kann

14

Donnerstag, 6. November 2008, 07:26

Hi, da ich gerade BH lese und es mir aufgefallen ist, muss ich es einfach mal loswerden. Habt ihr auch das Gefühl, dass sich sein Schreibstil geändert hat?
Klar ändert sich ein Schreibstil im Laufe der Zeit, aber in der deutschen Fassung sind manchmal ellenlange Sätze, denen man irgendwann nicht mehr so richtig folgen kann. Liegt das wohl an der Übersetzung oder einfach an der neuen Art, wie Ericson schreibt?

Im zweiten Teil des Buches wechselt das dann irgendwie wieder, da liest man dann "normale" Sätze, die typisch für den Autor sind, aber der erste Abschnitt geht fast gar nicht, da hat auch kaum Spaß gemacht das Buch zu lesen.

Vllt war ich das auch nicht mehr gewohnt, da ich zwischendurch noch andere Bücher gelesen habe und DSdG alles in Allem sehr komplex ist, aber hatte evtl. noch jemand von euch diese Erkenntnis?

Würde mich einfach mal interessieren, ob es an der Übersetzung liegt oder ob Ericson was an seinem Stil getan hat.


MfG Sintuss
Lerne leiden ohne zu klagen!

15

Donnerstag, 6. November 2008, 10:08

Hm, kann mich nicht erinnern, dass mir sowas aufgefallen wäre.. aber was lange unverständliche Sätze angeht, just you wait till RG Oo


Schatten
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16

Donnerstag, 6. November 2008, 10:22

Einen Anregung meinerseits zu der Azath Diskursion.

Das tolle an Spiel der Götter ist mMn auch, dass die Götter zwar auf den ersten Blick mächtig sind, sich aber vor den Sterblichen fürchten müssen. So entsteht ein gewisses Gleichgewicht.

Ähnlich würde ich das bei den bösen/unsterblichen Wesen sehen. In ihrer Zeit waren sie "Unsterblich", weil man sich vor ihnen gefürchtet hat. Zudem hat "Macht" die Wesen arrogant werden lassen, sodass sie blind für offensichtliche Veränderungen sind. So lässt D.N. auch keine Vorsicht walten als er die Soldatin angreift. Das die Soldatin einen von D.N. töten/verletzen konnte liegt zum Teil auch an ihrer Unwissenheit und daraus resultierendem Mangel an Furcht.

Selbiges hatten wir ja auch schon bei GotM mit dem Jaghuttyrannen und bei diversen anderen Wesen die aus dem Azath befreit wurden.

Auch bei Kallor sehen wir, das die "Welt" sich ändert. Damals hat man versucht ihn mit der Beschwörung eines Gottes zu töten und ist gescheitert. Heute wird er von einem einfachen Soldaten fast getötet und kann sich nur retten, weil dieser "einfache Soldat" es sich mit einer Mumie versaut hat :D

Macht resultiert nun mal zum Großteil aus Furcht und Anbetung

17

Donnerstag, 6. März 2014, 02:32

Mal abgesehen davon, dass ich die Kritikpunkte alle zum größten Teil teile, möchte ich mich mal an einer Theorie zu den Azath versuchen. Ich glaube, dass mächtige Wesen oft in den Azath eingesperrt werden, damit sie einfach aus dem Spiel genommen werden, ohne eine Kettenreaktion auszulösen. Das SdG handelt ja viel von Konvergenzen und ich glaube einfach, dass der Tod eines sehr mächtigen Wesens einerseits irgendwie das Gleichgewicht durcheinander bringt und andererseits Konvergenzen und Kettenreaktionen hervorruft. Ich bin nicht mehr sicher inwiefern Scabandari wusste, dass es noch andere Andii auf Wu zum Zeitpunkt seines Verrats gibt, aber ich könnte mir vorstellen, dass sein Gedanke er könne Silchas Ruin nicht töten sich auch darauf bezieht, dass er Angst vor den Folgen hat. Statt also durch den Tod von Silchas, eventuell andere mächtige Wesen anzuziehen und den Stein sozusagen ins Rollen zu bringen, nimmt er ihn lieber simpel aus dem Spiel. Das einzige was dagegen spricht ist nur, dass Scabandari glaube ich sehr von sich überzeugt war und eigentlich dachte es könnte ihn nun eh Niemand mehr besiegen.

(Bin nur auf BH Stand)

Zum Rest muss ich auch sagen, dass sowohl die Eres'al als auch Apsalar auf ihre Weisen extrem overpowered dargestellt werden/wurden. Bei Apsalar gefiel mir eigentlich, dass ihre Gefahr immer nur subtil durch Reaktionen anderer gezeigt wurde, dass plötzlich eine utopische Nummer an Opfern in einem Nebensatz genannt wird, nimmt da für mich alle Mystik raus. über 300 Klauen in extrem kurzer Zeit? Und es muss extrem kurze Zeit gewesen sein da sie sich sofort von Kalam zu Perl begibt, auf dem Weg einfach mal wie ein Tornado durch die Menge fegt.
Btw wie kann sie eigentlich so mächtig sein und von Schattenthron sogar als sogar Cotillion übelegen dargestellt werden? Immerhin begründen sich ja alle ihre Fähigkeiten auf Cotillion, der sie ihr ja erst durch sein "Übernehmen" in GotM gab. Klar kann man sich weiterentwickeln, aber normalerweise sehe ich in ihr kein natürliches Talent da sie früher bloß ein Fischermädchen war. Aber naja wie gesagt mir missfällt nicht explizit ihre Stärke sondern eher wie sie einem dann doch noch sehr grobschlächtig unter die Nase gerieben wird.

Bei der Eres'al tue ich mich auch sehr schwer ihre Macht nachzuvollziehen und müsste mich jetzt wirklich anstrengen um an meinem aktuellen Stand eine vernünftige Argumentation aufzubauen aber ich will es mal ganz grob versuchen, leider sind mir einige Dinge aus HoC und MT nicht mehr bewusst die dafür glaube ich auch wichtig sind. Wieso ist die Eres'al eine so allmächtige Kraft? Meines Wissens nach ist sie doch nur die Göttin (oder auch nur letzte Schamanin?) der Eres, den ersten Menschen/Affenmenschen. Wobei ich mich auch frage inwiefern die Menschen dann von den Imass abstammen? Aber egal. Mich stört nichtmal ihre Zeitreisefähigkeit, ähnliches sehen wir ja schon Krul und Kruppe in GotM tun, allerdings Aussagen wie "Mael kann nichts gegen sie ausrichten/sich nicht widersetzen" sind doch etwas krass. Immerhin hat dieser ein Buch vorher noch mit dem VG den Boden aufgewischt.
Auch generell ihre Einmischungen sind extrem, sie stubst nicht nur sie ist ja quasi im kompletten Buch an der Seite von Buddl/der 14. Mal eben ihre Macht gegen 100 Edur Hexer zeigen, die btw alle auf das Chaos zugreifen, welches sie dann ja auch überbietet...
Auch frage ich mich, wie ihre Relation zu den Deragoth ist? Wird in HoC bei Lorics Ausflug in die Vergangenheit der Raraku(?) nicht gezeigt, wie die Eres von den Deragoth beherrscht wurden oder so? Die Eres'al wirkt aber der Macht der Deragoth weit überlegen so wie sie von hier nach dort springt. Es gab zwar keine direkte Konfrontation, aber die Deragoth wirkten auf mich jetzt nicht mächtiger.
Abschließend dann noch wie sie Icarium mit einer leichten Berührung ausschaltet, wo sich schon ganz andere wie Azath Häuser und auch Götter nichts trauten bzw scheiterten... Ja klar.
Also das will mir alles noch nicht einleuchten.

raukothaur

Fortgeschrittener

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18

Donnerstag, 6. März 2014, 13:08

sie stubst nicht nur sie ist ja quasi im kompletten Buch an der Seite von Buddl/der 14. Mal eben ihre Macht gegen 100 Edur Hexer zeigen, die btw alle auf das Chaos zugreifen, welches sie dann ja auch überbietet...
Soweit ich weiß, waren es Quick Ben und Beak, die 'lediglich' von Bottle und der Eres'al unterstützt wurden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »raukothaur« (6. März 2014, 13:41)


19

Freitag, 7. März 2014, 15:52

Nope... Quick erschafft die Illusion, Bottle unterstützt ihn und dann macht die Eres'al mehr als eine Illusion daraus.
We rode on the winds of the rising storm,
we ran to the sounds of the thunder.
We danced among the lightning bolts,
and tore the world asunder.

20

Freitag, 7. März 2014, 18:28

Also stimmen die Kitikpunkte soweit?

Und was haltet ihr von meiner Azath-Theorie?