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1

Samstag, 5. Mai 2007, 22:15

Ist "Das Spiel der Götter" das richtige für mich?

Servus =)

Bin grad am Ende des 8, Buches von G.R.R.Martins "Das Lied von Eis und Feuer" und bin auf der Suche nach Ersatz auf "Spiel der Götter" gestoßen. Also ASoIaF habe ich geradezu verschlungen und nun möchte ich eine zweite epische Fantasysaga anfangen...

Nun frage ich mich ob das Speil der Götter wohl das richtige für mich ist. Weil ich auch schon negatives darüber gehört habe und mir von mehreren Seiten eher "Der dunkle Turm"von Stephen King oder "schwarze Juwelen" empfohlen worden sind....

Über eine Einschätzung, sowie eine kurze Beschreibung über die Erzählstruktur wäre ich sehr dankbar...

Gruß

2

Samstag, 5. Mai 2007, 22:21

Hallo Suicide1King!

Die Erklärung der Erzählstruktur will ich gerne Anderen überlassen.

Ich persönlich liebe beide Zyklen und habe zunächst das Lied von Eis und Feuer gelesen. Mir ist auch bekannt, dass eine Menge Anhänger von GRRM auch "Das Spiel der Götter" verehren.

An Deiner Stelle würde ich es einfach mal versuchen, wobei die meisten Leser erfahrungsgemäß 300-400 Seiten gebraucht haben, um mit der Reihe "warm" zu werden...
"Die Genialität seines Plans wurde nur durch die Dimension seines Scheiterns übertroffen"

maschine

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3

Samstag, 5. Mai 2007, 22:53

Ich hatte irgendwann mal einen Vergleich zwischen dem LvEuF und dem SdG geschrieben:

Zitat

Der Vorteil an SoIaF st, dass man leichter reinkommt und die Handlung irgendwo gradliniger ist (was ich vor Erikson glaub ich nie behauptet hätte *g*)
Du startest im Prinzip mit ner Standardmittelalterwelt (interessantes Wort..) und hast nen paar Figuren, die du verfolgst.
Dazu kommen dann nen paar Machtspiele und Intrigen, auch zunehmend Zauberei und das Ganze entwickelt sich dann.
Das Problem: Es ist nen Zyklus, du hast also ne fortlaufende Handlung...und da noch nicht alle Bände erschienen sind weißt du noch nicht wies ausgeht

Bei Malazan kannst du dir so vorstellen, als würdest du morgens in einer vollkommen anderen Welt aufwachen, die du langsam nebenbei erforschen musst..du bekommst hier nen Schnipsel Information, da noch einen und mit der Zeit fügt es sich wie nen Puzzle zusammen...nur das immer mehr Fragen auftauchen *g*
Im Prinzip vielelicht wie der Herr der Ringe (was die ausgearbeitete Welt betrifft), nur ohne Gandalf und Elfen, die dir alles erklären ^^
Was die Handlung angeht: das Malazan Imperium versucht sich auszubreiten, muss sich aber gleichzeitig mit Aufständen in Teilen des Reiches auseinandersetzen.
Diese Kampagnen und Aufstände werden aus der Sicht von Beteiligten erzählt, nicht der großen Strippenziehern im Hintergrund, sondern eher der Leute, die mehr unfreiwillig in das Ganze hineingezogen werden und versuchen sich durchzukämpfen (aber dadurch natürlich das Geschehen beeinflussen).
Im Gegensatz zum SoIaF bildet hier jeder Band eine abgeschlossene Geschichte, es ist also eher eine Reihe als ein Zyklus.

Letztendlich kommt es auf deine Vorliebe an:
Wenn du ne schöne, großangelegte Geschichte möchtest, dann wohl eher SoIaF, wenn du lieber ne ungewöhnliche Welt entdecken möchtest (worauf du dich dann natürlich auch einlassen musst und nicht direkt sagen "kenn ich nich, mag ich nich, will ich nich"), dann würde ich dir Malazan empfehlen.


Wobei man vielleicht noch dazu sagen sollte, dass Erikson erst im zweiten Band richtig auf Touren kommt und manche dort erst richtig gefesselt werden....ist halt geschmackssache
Sadness is just another word for not enough coffee
Dilbert

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4

Sonntag, 6. Mai 2007, 13:11

Ersteinmal willkommen hier, Suicide1King :)

Zur Erzählstruktur kann man sagen, dass Erikson einen nicht mit Löffeln füttert und sich auch nicht in ellenlangen Erklärungen oder Beschreibungen ergeht. Wie maschine schon sagte, muss man sich die Informationen selbst zusammensuchen. Aber nach einer Eingewöhnungszeit hat man's auch schnell raus und man merkt, dass man je weiter die Reihe fortschreitet, umso selbstverständlicher auf Begriffe reagiert, die einen zu Anfang völlig konfus gemacht haben.
Wie lange man braucht, um sich einzufinden kann ich nicht sagen, da ich nicht die berühmte Durststrecke zu Anfang des ersten Bandes hatte, würde aber sagen, dass diese so 150-200 Seiten andauert, einfach weil die Welt in die man eintaucht völlig fremd ist. Elfen und all sowas sucht man da vergeblich, und auch die Welt ist nicht typisch mittelalterlich. Vielmehr hat sich Erikson Anleihen quer durch unsere Weltgeschichte genommen und somit eine große Vielfalt an Rassen, Völkern und Kulturen erschaffen [was mir immer wieder auffällt ist, dass man bei Erikson die obligatorischen blonden und hellhäutigen Standardfantasymenschen lange suchen kann]. Seine Welt ist sehr gut ausgearbeitet und der Stand der "Technik" und der lebensweise variiert wirklich sehr von Kontinent zu Kontinent [von denen man im Laufe der Reihe so einige kennen lernt]. Die Magie hat auch ihre eigenen Regeln.

Erikson fasst sich also im Großen und Ganzen kurz, wodurch seine Geschichte ein ziemlich flottes Tempo vorlegt und man findet sich als Leser oft [vor allem nach dem ersten Band, wenn man sich eingewöhnt hat] dabei ertappt, dass man einfach mal durchatmen muss, bevor man weiter liest. Erikson erzählt eine wirklich epische Geschichte aus der Sicht von Charakeren, die zum Teil nur versuchen zu überleben, wobei keiner Statist ist, sondern hinter allen ein Leben und eine Lebengeschichte steht.
Durch die besagte Kürze kommen aber Emotionen nicht zu kurz, da Erikson es schafft, Szenen zu schreiben, die sich einem ins Gedächtnis brennen, nach deren lesen man einfach mal Luft schnappen muss oder die einem die Tränen in die Augen treiben.
Was ich persönlich sehr an Erikson schätze, ist der Humor, vor allem der seiner Soldaten. Sie leben in einer nicht gerade fröhlich bunten Welt, also handhaben sie das auf ihre eigene Art und Weise, die einfach unvergesslich ist. Und so wie man manchmal nahe am Weinen ist [oder tatsächlich weint], so muss man auch oft einfach nur laut herauslachen.

Natürlich hat Erikson auch seine Schwächen. Seine Geschichte ist manchmal einfach extrem komplex und es kann sein, dass sich mal Widersprüche einschleichen [die aber dann keine großen Auswirkungen haben]. Was mich persönlich auch zum Teil stört ist, dass er sich nicht lange mit den Beschreibungen seiner Charaktere aufhält. Und vor allem im ersten Band gibt es eine Unmenge handelnder Personen, so dass es da mitunter schwer fallen kann, sich für alle zu erwärmen. Aber was das angeht, so lässt einen spätestens der zweite Band einfach nicht kalt.

Zur Handlung hat sich maschine ja schon geäußert. Es geht um das Malazanische Imperium. Doch ab dem dritten Band lässt sich auch ein großes Schema, das die Ereignisse umspannt, erahnen. Zudem wird die Handlung zwar zu einem großen Teil, aber nicht nur aus der Sicht der malazanischen Soldaten erzählt.. ;) Ein wichtiger Grundsatz in Eriksons Welt ist, dass Macht Macht anzieht ;)

Fazit: Erikson hat sowohl Stärken als auch Schwächen. Für die meisten überwiegen die Stärken, und wenn man sich darauf einlässt, bereut man es nicht. Man darf nur nicht - um maschine zu zitieren - von Anfang an sagen "kenn ich nich, mag ich nich, will ich nich". :)


Schatten
"Always dream and shoot higher than you know you can do. Don't bother just to be better than your contemporaries or predecessors. Try to be better than yourself."
William Cuthbert Faulkner

"My definition of good literature is that which can be read by an educated reader, and reread with increased pleasure."
Gene Wolfe

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Schattenthron« (6. Mai 2007, 13:16)


5

Sonntag, 6. Mai 2007, 14:49

Ich kann mich Quick Ben nur anschliessen. Habe auch als erstes " Das Lied von Eis und Feuer" gelesen und bin jetzt beim deutschen Band 4 " Die eisige Zeit" vom Spiel der Götter.
Aber ich muss zugeben, auch wenn ich jetzt gleich haue vom Forum bekomme:tongue: , das mich die Reihe erst ab diesem Band richtig fesselt8):D . Die "Kette" hatte sich für mich zeitweise ein wenig dahingezogen.

PS: Upps fast vergessen, herzlich Willkommen hier im Forum Suicide1King:)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Charru« (6. Mai 2007, 14:50)


FanFan

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6

Donnerstag, 10. Mai 2007, 01:45

Schattenthron hat folgendes geschrieben

Zitat

Doch ab dem dritten Band lässt sich auch ein großes Schema, das die Ereignisse umspannt, erahnen


Ich leide an dem selben Problem wie Suicide und suche ebenfalls eine neue Bücherreihe zum lesen.
Dabei bin ich eben auf "Das Spiel der Götter" gekommen und es klingt recht faszinierend.
Allerdings bin ich mehr auf der Suche nach einem Zyklus und somit wollte ich mich genauer erkundigen, inwiefern das oben zitierte große Schema den Verlauf prägt und ob es auf etwas bestimmtes hinausläuft.
Die Toleranz muss gegenüber der Intoleranz intolerant sein...

7

Sonntag, 13. Mai 2007, 19:46

Hm, dieses Schema beginnt im dritten Band sich zu zeigen, weshalb mMn auch nur die ersten drei Bände mehr oder weniger als alleinstehend betrachtet werden können. Die Bände sind in sich abgeschlossen, meist mit einem broßen KA-BOOM, bauen aber aufeinander auf. Es ist nicht so, dass jemand am Ende des einen Bandes den Fuß hebt um einen Schritt zu tun und am Anfang des nächsten diesen Schritt zu Ende bringt [um das mal übertrieben auszudrücken]. Vielmehr können zwischen zwei Bänden durchaus ein paar Monate vergehen, aber die Geschichte entwickelt sich weiter, und das erwähnte Schema wird immer präsenter, bis es nahezu alle Ereignisse bestimmt, also den Verlauf sehr stark prägt mMn. "In sich abgeschlossen" sind die Bände mMn eher insoweit, als dass bestimmte Thematiken jeden Band überspannen [hat Erikson mal in 'nem Interview gesagt, aber ich weiß nicht mehr in welchem *drop*]. Ich glaube, für Memories of Ice war es z.B. motherhood. Die Bände z.B. nicht in der Erscheinungsreihenfolge zu lesen ist nicht sehr ratsam, aber das Spiel der Götter ist doch eher eine Reihe als ein Zyklus.
Und worauf es hinausläuft, erfahren wir wohl erst im letzten Band. Vermutlich wird's aber groß und dreckig^^

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen, FanFan..


Schatten
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8

Donnerstag, 1. November 2007, 18:27

Ich habe ja zunächst gezögert mit dem beginnen der Reihe, und sie ist wirklich etwas spezielles unter der Fantasy-Literatur. Sowohl stilistisch als auch Erzähltechnisch wirklich gut. Ich wurde dann total gefesselt, nicht von jedem Buch gleich stark, aber doch so stark das ich jetzt alle lese.
Ich musste mich zuerst daran gewöhnen, dass praktisch nach jedem Buch ein Kliffhänger steht, und es dann in einem ganz anderen Kontinent weitergeht, und man sich wieder an neue Figuren gewöhnen muss. Aber die Reihe macht auch süchtig, das ist generell das Problem bei diesen Reihen, aber daran kommt man nicht vorbei.
Die Krähe nennt den Raben schwarz

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9

Montag, 12. November 2007, 01:51

Zitat

Hm, dieses Schema beginnt im dritten Band sich zu zeigen, weshalb mMn auch nur die ersten drei Bände mehr oder weniger als alleinstehend betrachtet werden können


Im 3. deutschen oder im 3. englischen Band. Bzw NACH dem 3. deutschen/englischen oder IM 3. deutschen/englischen Band???

Bin jetzt bei "Im Bann der Wüste" und muss ehrlich sagen, dass mich der 1. Teil, also Gärten des Mondes um einiges mehr gefesselt hat.

1. kann ich Wüstenlandschaften sehr wenig abgewinnen, und 2. finde ich die Handlung wesentlich weniger spannend, da sie hier vorwiegend auf einer viel unteren Ebene spielt.
Tauchten im 1. Teil noch Götter wie Anommander Rake, Schattenthron, Oppon und sogar der Vermummte, und interessante Charaktere wie Kruppe, der Hohemagier, Cotillion, und die mächtigen Alchemisten von Darujistan(die Dialoge zwischen diesem Alchi und Rake waren immer genial) auf, gehts hier etwa 10 Etagen darunter weiter.
Ich muss leider zugeben dass mich einzelschicksale nicht besonders interessieren. Dafür hat Spiel der Götter meines Erachtens eine zu ungenaue Charakterzeichnung(verglichen mit Eis und Feuer). Mich hat schon immer viel mehr das Spiel der Macht interessiert.
Aber naja ich freue mich schon auf die nächsten Bände, da sollen ja alte Charaktere wieder auftauchen, und es soll wieder auf Genabackis spielen.
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10

Montag, 12. November 2007, 12:18

Hmm, ich glaub das Buch zieht sich streckenweise wirklich etwas hin, aber da ich es in Englisch lese, sind die langweiligen Kapitel zu verschmerzen, da nicht gleich ganze Bücher schlecht werden, sondern halt nur einige Abschnitte.
Stimmt, dieses rumtapsen in der Wüste war wirklich etwas öde, aber dennoch nötig, irgendwie braucht es das für das Gesammtbild.
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Cotillion

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11

Montag, 12. November 2007, 21:33

ich kopiere auch mal einen kleinen von mir verfassten Vergleich hier rein.

Ich bin sowohl von ASOIAF als auch von SDG sehr begeistert.
Und muss mich den Vorpostern anschließen.
Der Leser wird sehr schwungvoll in die Welt von SDG geschmissen, einer sehr komplexen Welt, um mal kurz die alten Völker, Kulturen und nicht zu vergessen die Gewirre zu nennen.
Anfangs findet man sich dort kaum zurecht und ist sehr verwirrt, da ein Feuerwerk dem anderen folgt.
Steven Erikson sagt selbst, dass der Einstieg schwer ist und man erst nach 3 Bändern wirklich entscheiden sollte, ob SDG etwas für einen ist.(also im Deutschen nach dem fünften Band).
Denn SDG ist genial, die Endszenen aus dem deutschen dritten Band und aus "Der Tag des Sehers" sind einfach nur fantastisch.
Bei dem Tod von einigen Charakteren war ich den Tränen nahe...ach was ich habe geheult.
Martin hingegen führt einen in eine mehr mittelalterliche Welt ein, die sehr interessant beschrieben ist, aber den Leser nicht überanstrengt.
Bei Martin läuft alles Bodenständiger ab, selbst banale Szenen ohne Action sind interessant beschrieben und lesen sich einfach flüssig.
Bei Erikson gibts viele Szenen die so verwirrend sind, dass man sich das alles garnicht bildlich vorstellen kann, trotzdem sind die wenigen Schlüsselszenen einfach genial.
SDG ist einfach ein wenig abgehobener als ASOIAF, in SDG mischen Götter, Dämonen,Aufgestiegene mit und einer ist mächtiger als der andere.
Einzelne Kreaturen können mit Fingerschnippsen eine ganze Stadt auslöschen und dafür brauchen sie nicht mal eine Armee.
Das ist vielleicht auch das faszinierende an SDG...dieser Kampf der Mächtigen, ich kenne keine Geschichte die in diesen Dimensionen spielt.
In ASOIAF gibt es keine allmächtigen Personen , die sich Wogen der Magie entgegenschleudern, hier gibt es mehr Kämpfe Stahl gegen Stahl.
Beide Schriftsteller haben Meisterwerke geschaffen, ich kann wirklich nicht sagen, welches ich besser finde.
Aber wie schon erwähnt, lässt sich ASOIAF leichter lesen, dafür ist SDG von der Komplexität und Größe der Story nicht zu schlagen.


Und ja, den zweiten und dritten deutschen Band fand ich stellenweise auch recht mühsam zu lesen von SDG, aber ich würde sagen, dass alleine das Ende vom dritten Band das alles wert macht.
Das lustige ist, dass ich beim lesen von Spiel der Götter auch stellenweise wirklich verwirrt war, während man während dem Lesen das Lied von Eis und Feuer wirklich genießen konnte.
ABER und jetzt großes ABER lässt man sich wirklich auf das Spiel der Götter ein und denkt im nachhinein über das Gelesene nach, dann wird die Reihe von Gedanke zu Gedanke besser.
Selbst zu Beginn des sechsten Bandes(und da war ich schon SDG Fan) war ich anfangs ein wenig verwirrt und vielleicht sogar enttäuscht, was sich am Ende aber wieder legt....gerade im Nachhinein entwickelt Spiel der Götter ein unheimlich großes Potential aufgrund der Komplexität der Welt.
Ich würde mittlerweile sogar sagen, dass durch dieses "damit beschäftigen" mir persönlich Spiel der Götter sogar besser gefällt.
Doch Cotillion hatte ihn beschämt.
Kein Wunder, dass der elende Kerl ein Gott ist. Beim Atem des Vermummten, ich habe noch nie zuvor solche Begabung gesehen. Und dann noch dieses verdammte Seil!

Kalam, Haus der Ketten

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Cotillion« (12. November 2007, 21:35)


Wencit of Rum

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12

Montag, 12. November 2007, 22:09

Kenne ASOIAF noch nicht, hab aber nach der guten Kritik von vielen von euch Bd. 1 mittlerweile zuhause. Deswegen zu SdG:

Respekt Cotillion!!!!
Ein beeindruckendes Plädoyer für SDG, dem ich mich voll anschließen kann.
Das betrifft die Verwirrung die manchmal herrscht, die vielen Fragen die man hat und die Freude auf das enträtseln der Antworten (was oft zu neuen Fragen führt, aber das ist mMn der Spaß dabei).
Und du hast recht, dass gegen Ende eines Buches sich immer alles zuspitzt, Fäden zusammenlaufen (natürlich nicht alle ;-) ) und es ein oftmals heißes Finale gibt. Was super ist.
Ich habe auch das Gefühl, dass das auch für die ganze Serie gilt und diese auf ein fulminantes Ende hinzielt, auf das ich mich sehr freue.
?(Wo ist einer der sich verschluckt hat? ?(

FanFan

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13

Dienstag, 13. November 2007, 01:52

ja bei mir ist es wengier die verwirrung die mir zu schaffen macht, als die ewige monotonie des 2. und 3. bandes.
ich liebe komplexe welten, und ich hab nix dagegen mich zunächst verwirren zu lassen. darum hab ich gärten des mondes auch sehr geschätzt.
ebenfalls haben mir fast sämtliche charaktere dort besser gefallen.
ich hatte dort bei den meisten kapiteln so das gefühl, boah hier passiert echt grad was extrem wichtiges!
das fehlt mir bei den deutschen band 2 und 3, zu großen teilen.
positiv erwähnt sei hier
*achtung Spoiler*
Die Auflösung dass sich hinter Schattenthron und Cotillion Kevannad(sry bin mit den namen noch nich so vertraut), bzw das Tänzer verbergen
*Spoiler Ende*
Aber ansonsten gibts meiner Meinung nach, bis jetzt (Seite 200 "Im Bann der Wüste") nicht so viel her.
Der Wüsten-Karawane steht mal wieder ein Kampf bevor, den sie aus irgendwelchen Gründen mal wieder gewinnen.
Das ist auch so ein Problem. Bei IaF waren Schlachten immer sehr realistisch dargestellt und man konnte NIE vorausahnen wer jetzt gewinnt. Bei SdG gewinnen doch immer die, auf deren Seite man steht, weil mal eben wieder Sappeure Sprengstoff aus den Ärmeln zauberten etc.
2 Dinge jedoch muss ich hier positiv erwähnen:
Zum einen finde ich es extrem interessant die Geschichte von Icarium zu verfolgen. Der taucht mal im 1. Band so ganz schnell in einem Nebensatz auf, und wird prompt in Band 2 eine Hauptfigur. Seine GEschichte gibt glaube ich viel her, ich hoffe das beschränkt sich nicht nur darauf, Apsalar zu finden die ja jetzt gerade ihr Schicksal als Sha'ik erfüllen soll.
Zum 2. freu ich mich schon wenn Kalam auf Laseen trifft. Endlich spielt sich mal wieder eine Handlung auf höherer Verwaltungsebene ab.

Das war es auch was letzten Endes an IaF so toll war. Die Ratsversammlungen, wo die mächtigen im Land über das Schicksal der WElt entschieden, ohne zu wissen dass sie dabei oftmals ihr Todesurteil unterzeichneten. Das ist DRAMA!

Naja nichtdestotrotz werde ich weiterlesen. Es hört sich jetzt vl schlechter an als es eigentlich ist, SdG ist sicherlich bis jetzt eine der besseren Fantasyreihen die ich gelesen hab. Nur hätte ich mir durch die ganze Forenpropaganda mehr erwartet, aber wie es scheinbt muss ich nur abwarten.

Genau eine Frage wurde noch nicht beantwortet:

Zitat

Hm, dieses Schema beginnt im dritten Band sich zu zeigen, weshalb mMn auch nur die ersten drei Bände mehr oder weniger als alleinstehend betrachtet werden können

In welchem 3. Band? Englischen oder Deutschen, bzw WÄHREND des 3. Bandes oder NACH des 3. Bandes?
Danke sehr!
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Wencit of Rum

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14

Dienstag, 13. November 2007, 07:23

Das ist das Hauptproblem bei der Kommunikation, dass aus 1 engl. 2 dt. Bücher gemacht werden. Ausnahme Gärten des Mondes.

Ich denke Bd. 3 engl. ist gemeint.
?(Wo ist einer der sich verschluckt hat? ?(

Anomandaris

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15

Dienstag, 13. November 2007, 10:59

Insgesamt muss ich aber Schatten widersprechen...meiner Einschätzung nach beginnen die Fäden erst im 6ten engl. Band so richtig zusammen zu laufen. Mit anderen Worten, die Bücher 1-5 können relativ in sich geschlossen gelesen werden. Insbesondere Band 5 (MT) braucht keines der vorigen Bücher als Aufbau.
Mane of Chaos. Anomandaris. Lord of the Tiste Andii, who has looked down on a hundred thousand winters, who has tasted the blood of dragons, who leads the last of his kind, seated in the Throne of Sorrow and a kingdom tragic and fey.
Mod-Stimme ist rot :yoda:



Jeder hat das Recht auf seine eigene, falsche Meinung.

16

Dienstag, 13. November 2007, 11:29

Der 5. Band mag ja eigenständig sein, Band 4 halte ich ohne die Vorgeschichte aus 1-3 aber für problematisch.
We rode on the winds of the rising storm,
we ran to the sounds of the thunder.
We danced among the lightning bolts,
and tore the world asunder.

Anomandaris

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17

Dienstag, 13. November 2007, 11:48

Hmm ich würd sagen du verlierst auf jeden Fall etwas, klar. Aber unbedingt notwendig sind sie nicht. GotM und MoI sind sozusagen "zusammengehörig" und DHG und HoC auch...also wenn, dann ist DHG "wichtig"...

Insofern könnte man sagen "ohne DHG geht etwas verloren" aber die Geschichte von DHG ist weitgehend abgeschlossen. Es ist eigentlich vor allem ein Strang, der sich nach HoC weiterzieht.
Natürlich kennt man eben die ganzen Namen noch nicht, wenn man einfach mit HoC anfängt, aber wie gesagt es würde gehen.

Dasselbe Argument gilt aber natürlich für alle Bücher von MBotF...daher ist es eh persönliche Ansicht, ob man überhaupt ein Buch lesen kann ohne die Vorhergehenden. Anyway...
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18

Dienstag, 13. November 2007, 21:57

Nun werd ich auch mal meinen Senf dazugeben: ASOIAF und SdG sind für mich die besten Fantasyreihen die ich gelesen hab.

Die Verwirrung am Anfang hatte ich bei beiden Büchern. Wer waren nochmal diese T'lan Imass? Was haben die gemacht? Was ist überhaupt ein Gewirr? Es war ziemlich schwer das alles auf die Reihe zu kriegen, vor allem wenn man, wie ich, versucht das alles bildlich vorzustellen. Das geht bei manchen Dingen einfach nicht. Wie Völker aussehen oder Gewirre aufgebaut sind. Das überstieg mein, ich sag mal, "Dimensionsdenken". Als ich lernte manche Dinge einfach hinzunehmen oder nicht allzu lange darüber nachzudenken ging es besser. Bei ASOIAF hab ich am Anfang nicht überrissen dass hinten ein Anhang dabei ist, in dem alle Namen stehen...Ging aber auch nach Seite 70-100, als ich es dann konnte.

Langeweile in 2 & 3: Für mich ist die Kette der Hunde der beste Handlungsstrang der Reihe. Mag vielleicht etwas eintönig sein weil sie alle Schlachten gewinnen aber das Finale hat mich fast ebenso bewegt wie der frühe Tod eines gewissen Lords in ASOIAF. Das was dann mit Felisin passiert fand ich dann auch nicht so interessant.
Bei MT z.b. liebe ich alle Passagen mit Tehol Beddict(warum wohl :D). Bei manchen anderen Stellen hab ich nur weitergelesen weil ich schnellstmöglich wieder etwas übre Tehol hören wollte.

Schlachten & Magie: Das schöne an ASOIAF ist dass so wenig Magie vorkommt. Eher ist es "Mystik" oder das Erahnen von Magie, was mich wahnsinnig reizt. Doch wenn es in einer SdG-Schlacht verschiedene Magier-Kader aufeinander treffen, ist das an magischer Wucht nicht mehr zu übertreffen. Allerdings wäre es interessant zu wissen wie so eine Magieausbildung vinstatten geht. Was man danach alles kann und wie. Das würde mich allerdings wieder zum Magie-Hinterfragen führen was nicht geht...
Nun steh ich hier, ich armer Spielmann.
Und die Krähen auf den Bäumen,
Sie lachen mich aus.
Doch ein neuer Sommer
Wird den Winter vertreiben
Und ich will spielen, spielen, spielen.
Ein Jahr mehr oder weniger,
Was macht’s?

19

Dienstag, 13. November 2007, 22:03

Zitat

Original von FanFan
Genau eine Frage wurde noch nicht beantwortet:

Zitat

Hm, dieses Schema beginnt im dritten Band sich zu zeigen, weshalb mMn auch nur die ersten drei Bände mehr oder weniger als alleinstehend betrachtet werden können

In welchem 3. Band? Englischen oder Deutschen, bzw WÄHREND des 3. Bandes oder NACH des 3. Bandes?
Danke sehr!


Im englischen dritten Band fängt mMn das "große Schema" an, sich zu zeigen. Und ich finde, das es sich auch in MT zeigt, aber das ist Ansichtssache.


Schatten
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Raest

Durchgeknallter Jaghut Tyrann

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20

Mittwoch, 25. März 2009, 14:16

also meiner meinung nach sollte man schon alle bände in der richtigen reihenfolge lesen um die geschichte in vollen zügen genießen zu können...

ich finde schon dass auch die ersten 3 aufeinander aufbauen... es sind vielleicht keine großartigen und relevanten lücken wenn man gotm zb nicht gelesen hat aber atmosphärisch würde dann doch einiges verloren gehen...
sogar jetzt in BH ist wieder ein verweis von schlitzer auf seine vergangenheit in Darujhistan was ohne gotm keinerlei emotionen wecken würde...

btw: ich habe die ersten 6 teile von asoiaf auf deutsch gelesen(vor laaanger zeit) und muss sagen was mich damals schwer verwirrt hat war die schier unendliche zahl an total unwichtigen namen von abertausenden unnützen adeligen... aber das war das einzige was mich an der reihe gestört hat...
asoiaf war das 2.beste buch nach SdG dass ich je gelesen habe :]
The air detonated as the Warrens collided. Jagged shards of rock ripped in all directions. Starvald Demelain and Kurald Galain warred with Omtose Phellack in a savage maelstrom of will. Grasses, earth and rock withered to fine ash on all sides, and within the vortex stood Raest, his power roaring from him.

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