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1

Freitag, 29. August 2008, 22:56

Der bis zum Ende des Buches Thread ^^

Ich habs letztes Wochenende zu Ende gelesen. Ist sonst auch schon jemand durch?

Hab das Buch grad nicht greifbar, aber eine Frage fällt mir auch so ein:

Spoiler Spoiler

Die hounds of light wollen sich ja auch Dragnipur schnappen um es zu ihrem Herr zu bringen. Die erste Idee ist ja, dass damit Schattenthron gemeint wäre. Allerdings glaube ich das nicht, was zur nächsten Frage führt... Wer ist der Herr der Hunde? Einer der Tiste Liosan die man schon kennengelernt hat? Osserc? Oder doch jemand den man noch nicht kennt? Wobei mich das wundern würde, wenn so mächtige Spieler jetzt noch neu eingeführt würden.... wobei wer weiss ob ich in Fishers Liedern Hinweise darauf überlesen habe.
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Duiker

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2

Sonntag, 7. September 2008, 02:04

RE: Der bis zum Ende des Buches Thread ^^

Mein erster Gedanke war auch Osserc. Shadowthrone kann man glaub ich ausschließen, der hat ja nicht so wirklich verstanden, woher diese zwei weißen Hunde kamen...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Duiker« (7. September 2008, 02:05)


Daryl

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3

Sonntag, 21. September 2008, 12:33

Ich hätte auch auf Osserc gesetzt, wird hoffentlich im nächsten Band noch geklärt.

Was haltet ihr eigentlich von der Geschichte des sterbenden Gottes? Also ich fand diesen Teil der Story eher mühsam, mit dem ganzen Kelyk und so konnte ich mich echt nicht anfreunden. Wer war denn nun der sterbende Gott? Bellurdan (?) war ja nur ein zufälliger mitfahrer, es hiess ja, dass 2 Gestalten mit dem Stein abgestürzt seien. Die ganze Sache in Bastion war mir sowieso etwas zu wirr, da wär ich froh, wenn mir jemand auf die Sprünge helfen könnte :angel:

Allgemein hatte ich bei diesem Buch das Gefühl, dass zum Schluss leider viel mehr fragen unbeantwortet blieben als in den andern Büchern :(. Dafür fand ich Nimanders Entwicklung sehr interessant, ich den Büchern fand ich den Typ immer ein unsympathisches Weichei, doch im Verlauf von TtH hab ich ihn richtig lieb gewonnen :)
We do what we must, because we can.
For the good of all of us,
except the ones who are dead.
But there's no such crying over every mistake,
you just keep on trying 'till you run out of cake.
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Anomandaris

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4

Montag, 29. September 2008, 16:56

Wenn Osserc wirklich der Herr des Lichts ist, müsste es logische Konsequenz sein, dass er der Herr der Hunde ist, genau so wie Ammanas als Inhaber des Schattenthrones die Hunde des Schattens kommandiert. Es ist allerdings mMn nicht klar, ob Osserc wirklich der Chef von HHLight ist...da ist ja nach wie vor auch noch die Mythologie um Vater Licht.
Mane of Chaos. Anomandaris. Lord of the Tiste Andii, who has looked down on a hundred thousand winters, who has tasted the blood of dragons, who leads the last of his kind, seated in the Throne of Sorrow and a kingdom tragic and fey.
Mod-Stimme ist rot :yoda:



Jeder hat das Recht auf seine eigene, falsche Meinung.

5

Dienstag, 30. September 2008, 13:27

Zitat

Original von Daryl
Was haltet ihr eigentlich von der Geschichte des sterbenden Gottes? Also ich fand diesen Teil der Story eher mühsam, mit dem ganzen Kelyk und so konnte ich mich echt nicht anfreunden. Wer war denn nun der sterbende Gott? Bellurdan (?) war ja nur ein zufälliger mitfahrer, es hiess ja, dass 2 Gestalten mit dem Stein abgestürzt seien. Die ganze Sache in Bastion war mir sowieso etwas zu wirr, da wär ich froh, wenn mir jemand auf die Sprünge helfen könnte :angel:


Diese ganze Dying God Geschichte fand ich auch Mühsam und irgendwie unnötig. Ich sehe auch garnicht, was die mit dem Rest des Buches zu tun hatte. Gut, was es sollte klärt sich vielleicht noch in Zukunft, aber doof fand ichs trotzdem.
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We danced among the lightning bolts,
and tore the world asunder.

6

Freitag, 3. Oktober 2008, 11:41

Den dying god-Erzählstrang empfand ich auch eher als Pflichtteil, durch den ich mich zu den nächsten Ereignissen gelesen habe. Ich vermute aber auch, dass es sich bei ihm um Belurdan (war der nicht eigentl. auch irgend ein Elder) und/oder andere Chars aus Gardens of the Moon handelt. Von daher verpsreche ich mir davon in den nächsten Bänden auch noch ein bisschen was.
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Daryl

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7

Freitag, 3. Oktober 2008, 14:03

Wenn ich mich recht erinnere hatte er mit den Elder Gods nur eins am Hut - dass er mit Nightchill zusammen war. Kann aber sein dass ich mich irre.
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Anomandaris

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8

Freitag, 3. Oktober 2008, 19:58

Nein du irrst dich nicht...es sei denn Parigral bezeichnet einen Thelomen als elder...im Sinne von elder race. Dann hätte er wiederum recht ^^
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9

Dienstag, 14. Oktober 2008, 17:48

RE: Der bis zum Ende des Buches Thread ^^

Hab es jetzt auch durch.
Mittlerweile scheint sich SE ja auf diese Convergence-Struktur versteift zu haben. Muss ja nicht schlecht sein, aber die Proportion 700 Seiten (streckenweise langatmiger) Build-Up zu gerade mal 200 Seiten 1A Sahne SauRauslassen...ich weiss nicht...
Nun, er hat genug zu loesen in gerade mal ca. 1800 verbleibenden Seiten des Zyklus. Hoffentlich mehr Sau raus in diesen Seiten...

10

Donnerstag, 16. Oktober 2008, 21:18

Jaja, ich muss meinem Vorredner zustimmen.

Die letzten 200 Seiten waren GEIL!!! Gar keine Frage. Ich hab auch ohne Scheiß Tränen in den Augen gehabt, als Anomander Rake gestorben ist.
"Nein, nein, nein! Nicht Rake! NICHT RAKE!", hab ich laut gebrüllt. Und böse auf Dassem Ultor geschimpft... ;)

Nee, wirklich cool...
... aber so kurz!

Jedes Buch das gleiche: Zig Plotbausteine, die zwar zum Teil (Karsa und Samar Dev, Cutter/Vidikas/Challice, Kallor) toll waren, aber immer so kurz, was auch am Ende nicht immer zu dem Gefühl der - pathetisch ausgedrückt - Erlösung geführt hat.

Vieles blieb unaufgelöst bzw. nebenbei abgehandelt. Wie die Story mit dem T'lan Imass aus der Mine.
Wer der Herr der überdimensionalen Dogo Argentinos war, wird auch nicht klar.
Warum Schattenthron seine Hunds loslässt irgendwie auch nicht.

Was war der "Fehler" bei Rakes Tod? Am Ende lief doch alles nach Plan. Konnte das überhaupt der Plan sein? Dass Rake so ficht, dass seine Klinge ihn erwischt?

Weniger ist mehr. Wann immer ich ne Rezi bei amazon.de zu Malazan schreibe, ist das meine Überschrift.
Ein Drittel der Menge an Plotbausteinen / POVs würds auch tun.

Corvus

P.S. Weil bislang nur auf englisch gelesen, lese ich grade den 2. dt. Teil von AffC (Eis und Feuer).
Tja, und da merke ich mal wieder, warum Eis und Feuer meine Nr. 1 bleibt, nachdem ich 2 Jahre lang (fast) nur Malazan gelesen habe.
Hier darf sich der Plot mal entfalten, statt nach 1,78 Seiten wieder abgewürgt zu werden. Im vermeintlichen Gefühl, dies erzeugte grundsätzlich Spannung. Manchmal ist das so.
Aber eben, lieber SE, nicht immer.
Die Katzen halten nur den für eloquent, der miauen kann

11

Donnerstag, 16. Oktober 2008, 22:29

Zitat

Original von Corvus
Jaja, ich muss meinem Vorredner zustimmen.

Die letzten 200 Seiten waren GEIL!!! Gar keine Frage. Ich hab auch ohne Scheiß Tränen in den Augen gehabt, als Anomander Rake gestorben ist.
"Nein, nein, nein! Nicht Rake! NICHT RAKE!", hab ich laut gebrüllt. Und böse auf Dassem Ultor geschimpft... ;)

Nee, wirklich cool...
... aber so kurz!

Jedes Buch das gleiche: Zig Plotbausteine, die zwar zum Teil (Karsa und Samar Dev, Cutter/Vidikas/Challice, Kallor) toll waren, aber immer so kurz, was auch am Ende nicht immer zu dem Gefühl der - pathetisch ausgedrückt - Erlösung geführt hat.

Vieles blieb unaufgelöst bzw. nebenbei abgehandelt. Wie die Story mit dem T'lan Imass aus der Mine.
Wer der Herr der überdimensionalen Dogo Argentinos war, wird auch nicht klar.
Warum Schattenthron seine Hunds loslässt irgendwie auch nicht.

Was war der "Fehler" bei Rakes Tod? Am Ende lief doch alles nach Plan. Konnte das überhaupt der Plan sein? Dass Rake so ficht, dass seine Klinge ihn erwischt?

Weniger ist mehr. Wann immer ich ne Rezi bei amazon.de zu Malazan schreibe, ist das meine Überschrift.
Ein Drittel der Menge an Plotbausteinen / POVs würds auch tun.

Corvus

P.S. Weil bislang nur auf englisch gelesen, lese ich grade den 2. dt. Teil von AffC (Eis und Feuer).
Tja, und da merke ich mal wieder, warum Eis und Feuer meine Nr. 1 bleibt, nachdem ich 2 Jahre lang (fast) nur Malazan gelesen habe.
Hier darf sich der Plot mal entfalten, statt nach 1,78 Seiten wieder abgewürgt zu werden. Im vermeintlichen Gefühl, dies erzeugte grundsätzlich Spannung. Manchmal ist das so.
Aber eben, lieber SE, nicht immer.


Tja, wenn GRRM nur nicht seinen Publikationsrhythmus auf so ca. 01 Band pro...was ?...ein Jahrzehnt bald...? runtergeschraubt haette. Der muss ja wirklich minutioest an den Details feilen... :D ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Croaker« (16. Oktober 2008, 22:29)


Anomandaris

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12

Donnerstag, 16. Oktober 2008, 23:58

Mir geht vor allem die Null-Inhalt-beisteuer-Schiene all dieser Comic-Strip Figuren aufn Wecker. All die Pust und Tehol Einlagen, dieses mal in TTH die zwei Wächter da (keine Ahnung mehr wie sie hiessen). Völlig unnötig und unpassend für mich. Dafür lieber mehr vom Gehaltvollen wie (im Falle von TTH) Rake, Traveller, Karsa usw.

Und auch das langsam überhand nehmende Philosophieren ALLER Charaktere..das ist erstensmal total unrealistisch (bei SE sind wohl alle kleine Hochschulabgänger?!) und zweitens nervts mit der Zeit auch wenn man seitenlanges Geschwalle von allen Seiten lesen muss.

Allerdings muss ich sagen, dass ich viel Lieber nen SE lese als nen GRRM. Einfach schon weil mir die Welt der Malazan Bücher viel mehr gibt als die 0815 Sache von Martin. Wo ihr allerdings recht habt, ist, dass die Aufteilung der Länge der PoVs bei Martin besser getime-t ist. Generell ist in-Charakter schreiben GRRMs grosse Stärke.
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13

Freitag, 17. Oktober 2008, 07:09

Zitat

Original von Anomandaris
Mir geht vor allem die Null-Inhalt-beisteuer-Schiene all dieser Comic-Strip Figuren aufn Wecker. All die Pust und Tehol Einlagen, dieses mal in TTH die zwei Wächter da (keine Ahnung mehr wie sie hiessen). Völlig unnötig und unpassend für mich. Dafür lieber mehr vom Gehaltvollen wie (im Falle von TTH) Rake, Traveller, Karsa usw.

Und auch das langsam überhand nehmende Philosophieren ALLER Charaktere..das ist erstensmal total unrealistisch (bei SE sind wohl alle kleine Hochschulabgänger?!) und zweitens nervts mit der Zeit auch wenn man seitenlanges Geschwalle von allen Seiten lesen muss.

Allerdings muss ich sagen, dass ich viel Lieber nen SE lese als nen GRRM. Einfach schon weil mir die Welt der Malazan Bücher viel mehr gibt als die 0815 Sache von Martin. Wo ihr allerdings recht habt, ist, dass die Aufteilung der Länge der PoVs bei Martin besser getime-t ist. Generell ist in-Charakter schreiben GRRMs grosse Stärke.


Ich wuerde mal so sagen - GRRM hat sich fuer Fire und Ice eine konkrete historische Vorlage genommen, den Rosenkrieg aus dem englischen Mittelalter. Somit ist das kreative Spektrum ziemlich vorgegeben, aber innerhalb desselben *rockt* GRRM mehr als SE.

Nur gebe ich SE - bei aller Meckerei - gegenueber GRRM einen Riesenkredit - er ist um Universen (im wahrsten Sinne des Wortes) wagemutiger als GRRM oder so ziemlich als jeder andere Autor im Genre. Schon deshalb bin ich bereit, einem SE bestimmte Laengen und nerviger Idiosynkrasien zu verzeihen, wenn er dabei mindestens 200-300 Seiten von einem derartig kuehnen Allerfeinsten hinlegt, dass ich mir die Schenkel klopfen kann...

Aber dennoch ist fuer mich *Storm of Swords* noch der beste Fantasy-Roman der letzten 20-25 Jahre...

Anomandaris

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14

Freitag, 17. Oktober 2008, 11:33

Ist zwar enorm OT aber was solls ^^

Ich fand ASoS auch ein sehr gutes Buch. Martin kann schreiben, keine Frage. Und Geschmäcker sind ja, glücklicherweise, auch verschieden.

Doch kann ich mich deinem Schluss nicht wirklich anschliessen was GRRM angeht...insbesondere kann man eben mMn nicht wirklich ein "rocken" abhängig vom Bezugssystem machen. Ich finde die Komponente, dass sein Setting eben ziemlich 0815 ist auch wichtig, und insofern gehört für mich das zur Bewertung mit dazu. Darum ist Martin für mich ein extrem guter Schreiberling (insbesondere was Dialoge angeht) aber den besten Roman der letzten 20 Jahre würde ich garantiert nicht an ihn vergeben.
ASoS gehört aber ohne Frage mit zu den besten Fantasy-Romanen die ich gelesen habe.
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15

Samstag, 18. Oktober 2008, 13:04

Stimmt, Anomandaris, das omnipräsente Philosophieren hatte ich vergessen.
Es nervt wirklich, wenn auch LÄNGST nicht so schlimm wie bei Bakkers "Prince of Nothing".

Martins Welt ist in der Tat nichts besonderes. Umso beeindruckender finde ich die Spannung, die er in der Lage ist zu kreieren. Wenn ich an AGoT denke, das - abgesehen von Prolog (die Anderen) und Ende (die Blutzauber-Kiste) - genauso gut ein historischer Roman sein könnte und ohne irgendwelche "abgefahrenen" Sachen auskommt.

Die Geschmäcker sind verschieden, ganz klar. Und mein Fall sind allzu abgedrehte Dinge nicht. Finde das bei SE auch sehr gut, dass seine Welt einen sehr realistisch anmutenden Aspekt hat.

Trotzdem trifft Martin von sämtlichen Fantasy-Sachen noch am besten "meinen Ton".
Bei ihm nerven andere Sachen, z.B. seine Begeisterung für Heraldik.
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gero

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16

Montag, 20. Oktober 2008, 21:22

Nur mal kurz zwei kleine Denkanstöße, was die "nervige Philosophiererei" angeht (wobei ich verstehen kann, dass es einem gelegentlich zu viel wird - und besagte Stellen zu übersetzen, ist auch nicht immer das, wovon ich gerade träume ;)):

(1) Während sich die Philosophie in unserer Welt hauptsächlich mit metaphysischen Konzepten auseinandersetzt, die eben nur als Konzepte existieren, sind etliche dieser Konzepte in der Malazan-Welt real - man kann unsterblich werden, man kann zum "Übermenschen" (vielleicht nicht im nietzeschen Sinn) aufsteigen, man kann sogar zum Gott werden. Das alles muss eigentlich zwangsläufig einen anderen Zugang zu bestimmten Themen nach sich ziehen - und deswegen braucht man in der Malazan-Welt eben auch keinen Hochschulabschluss, um zu philosophieren.

(2) Ich bin alt genug, um in meiner Jugend noch ein paar Leute kennengelernt zu haben, die in ihrem Leben extremen Situationen ausgesetzt waren (sprich: die im Krieg waren und überlebt haben); ihr würdet euch wundern, wenn ihr hören könntet, was diese Leute teilweise von sich gegeben haben. Wer Stalingrad nur entgangen ist, weil er ein paar Tage früher irgendeinen Befehl, sich da- oder dorthin zu begeben, bekommen hat, wer überlebt hat, während um ihn herum reihenweise Menschen (Kameraden, Freunde) starben, wer eben wirklich wochen- oder gar monatelang in einer Situation war, in der es permanent um Leben oder Tod gegangen ist, der kann durchaus eine etwas andere Weltsicht entwickeln. Und der wird vielleicht auch über Dinge philosophieren, an die er keinen Gedanken verschwendet hätte, wenn er sein Leben lang einem Bürojob nachgegangen oder ein kleiner Handwerker geblieben wäre.

Grüße
Gerd
Sudden moroseness. One hop too far.

Anomandaris

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17

Montag, 20. Oktober 2008, 23:09

Das stimme ich dir bei beiden Punkten zu, gero. Aber schlussendlich geht es mir um das Mass. Ich finde solche Exkurse eigentlich ziemlich toll...aber nicht in dem Masse wie sie in den letzten drei Büchern vorkamen. Da wird wirklich praktisch jeder zum Philosoph. Und das nervt mich persönlich (insbesondere wenn es dann fast schon mehr monologisierte ramblings gibt, als Prosa). Und ja, ich halte es auch für etwas unrealistisch. Ich glaube dir natürlich Punkt 2 unbesehen, trotzdem kratzt es an meiner suspension of disbelief :nixweiss:

Hier gilt für mich eindeutig der Spruch "Weniger ist mehr" (denn so verliert das Ganze auch etwas an Eindringlichkeit und Wucht, wenn es zur Dauerberieselung wird)

Und übersetzen wollen würde ich das geramble auch nicht :D
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18

Donnerstag, 23. Oktober 2008, 21:46

Zitat

Original von Anomandaris
Hier gilt für mich eindeutig der Spruch "Weniger ist mehr" (denn so verliert das Ganze auch etwas an Eindringlichkeit und Wucht, wenn es zur Dauerberieselung wird)


Ganz genau!!!

Jeder Mensch kann auf seine Art philosophieren, logisch.

Aber ich finde nicht, dass die Philosophiererei (hab ich das jetzt richtig geschrieben? - blödes Wort) weltimmanente bzw. -konsistente Gedanken sind. Bei manchen, z.B. Karsa Orlong und Samar Dev schon, bei den meisten fand ich es sehr aufgesetzt.

Dass am Ende noch jeder einzelne der Nimander-Gang seinen Philo-Part bekam, war derartig gewollt, und hat - Anomandaris hats gut getroffen - dem zerrissenen, Führer wider Willen Nimander eher die Show gestohlen.
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19

Mittwoch, 12. November 2008, 17:34

Hm, mich persönlich stören diese Philosophierereien solange nicht, wie sie von einigermaßen wichtigen Personen kommen, die beiden strohdummen Wächter z.B. sind mir sowas von auf den Senkel gegangen... Hier hilt der selbe Kritikpunkt wie ich ihn schon in RG hatte: wozu führt SE diese ganzen unwichtigen Wichte ein..?
Davon abgesehen aber, find ich das Herumphilosophieren ganz in Ordnung, zumal ja nicht alle auf Hochschulniveau denken, zumindest hatte ich den Eindruck, dass die meisten mit ihren Gedanken im Rahmen ihrer intellektuellen Kapazitäten geblieben sind.
Anfangs hat mich Kruppe mal wieder aufgeregt, aber hab mich glaub ich irgendwann dann doch dran gewöhnt..
Ach ja, und ich mochte den Dying God-Plot. Aber da steh ich wohl recht allein mit da ;)


Schatten
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William Cuthbert Faulkner

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Gene Wolfe

gero

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20

Mittwoch, 12. November 2008, 19:19

Zitat

Original von Schattenthron
Ach ja, und ich mochte den Dying God-Plot. Aber da steh ich wohl recht allein mit da ;)
Schatten


Nö. ;)
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