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Samstag, 8. November 2008, 18:32

Der Dornenkönig - 1. Band der VR

Bin grad bei ebendiesem und wollte mal kurz meine ersten Impressionen niederlegen, das außerdem mit ner Frage verknüpfen.

Das Buch liest sich wie ein richtig netter Old School-Fantasyroman, sprich, Worlddesign und Figuren geben nichts Neues her, die Handlung (böser König, an den keiner glaubt, erwacht, genau wie div. Ungeheuer) ist bislang altbekannter Stoff, jedoch sehr ansprechend erzählt.

Kurzum: Macht Spaß zu lesen, ich finde den Vergleich mit Martin aber zu hoch angesetzt. (In letzter Zeit scheint ja GRRM das zu sein, was vor 10-20 Jahren Tolkien war: die Messlatte in Sachen Fantasy.)

Meine Frage daher, wobei ich bitte, keine Spoiler einschleichen zu lassen: Entwickelt sich da noch was, hm, Unkonventionelleres?

Danke und Grüße!
Corvus
Die Katzen halten nur den für eloquent, der miauen kann

2

Dienstag, 21. April 2009, 10:49

Naja, der Thread ist zwar schon etwas älter, aber ich gebe trotzdem mal meine Meinung ab, vielleicht interessierts ja jemand. ;)

Also, ich habe vor kurzem die Serie nochmal komplett gelesen, um für den Abschlussband "The Borne Queen" gewappnet zu sein und ich muss sagen, als Gesamtes ist es die beste Fantasy-Serie, die ich bisher gelesen habe.
Auch wenn da jetzt nicht wirklich neues und abgedrehte Ideen, wie zB bei Erikson zu finden sind, ist die Story extrem schlüssig und atmosphärisch und aus meiner Sicht weit weg von jeglichen Klischees - auch und gerade weil die Hauptcharaktere ein Waldläufer, ein Schurke, eine verwöhnte Prinzessin, ein gelehrter Priester so den klassischen Fantasyklischees entsprechen. Die (glaubhafte) Entwicklung, die sie durchmachen und ihr Ende sind mMn fern ab jeglicher Klischees. Casio zB, der mir im ersten Band noch ab und zu auf die Nerven ging, entwickelt sich bis zum Ende glaubwürdig zu einer meiner Lieblingsfiguren und Stephen mein Lieblingscharakter aus Band 1 hinterläßt am Ende ein leicht mulmiges Gefühl. Well done!

Also, wer eine schön geschriebene, spannende und in sich schlüssige Story mit interessanten Charakteren lesen will, der wird hier definitiv belohnt.
Und - auf jeden Fall bis zum 4. Band durchhalten, da wird fast alles (logisch) aufgelöst, was man sich vorher so alles gefragt hat. Auch auf die Verbindung zu unserer Welt wird kurz eingegangen. Und wer schon immer wissen wollte, wer oder was der Black Jester war, erfährt hier einige interessante Details und eine (für mich jedenfalls) heftige Überraschung.

Stellenweise lese ich Kritik, dass Keyes nicht wirklich eine eigene Welt erschafft, da er sich des Tricks bedient, dass die Menschen seiner Welt allesamt aus unserer Welt abstammen und dadurch auch viel von der Kultur übernommen haben. Dadurch wirkt diese Welt unserer auch so ähnlich. Was man aber dabei übersieht ist, wie glaubwürdig Keyes es schafft, diese Welt ein Eingenleben entwickeln zu lassen, bis hin zu einer fast nahtlosen Geschichte vom Fall der letzten Skasloi-Feste bis zum Beginn der Story. Und allein die Geschichte und Struktur der Kirche ist ein Highlight in dieser Welt, auch wenn Paralellen zur katholischen Kirche hier nicht von der Hand zu weisen sind.

Wer die Empire of Unreason - Quadrologie von Keyes gelesen hat und gut fand, dem werden diese Bücher definitiv gefallen. War EoU aber noch teilweise holprig und stellenweise zu viel des Guten an mystischen Ideen, so wirkt Kingoms of Thornes und Bones, auch wenn der Stil ähnlich ist, wesentlich gereifter und durchdachter. Keyes scheint seinen Stil gefunden zu haben. Ich freu mich schon auf sein nächstes Projekt.

10 von 10 Punkten


Aktuelle Lektüre: Deadhouse Gates
Serien: MADDRAX, Professor Zamorra, Perry Rhodan NEO, Perry Rhodan (Posbi-Zyklus)

3

Mittwoch, 16. September 2009, 23:07

Hab bislang die ersten 3 Bücher gelesen. Ich fand die Wendung, dass der Dornenkönig NICHT der Böse ist,nett, wobei es klar war,dass die Kirche mit drinnen steckt.

Ich bleib dabei, dass es gut lesbar ist. Auch sind Teile der Handlung (Anne in der Diaspora) durchaus glaubhaft; andere Teile wiederholen sich.
Etwa, dass in jedem Buch ein neues Monster auftauchen muss.

Die Sache mit der Komposition indessen ist ein absoluter Schmankerl. Sowas ist wirklich außergewöhnlich.

Insgesamt kann ich mir noch kein Urteil erlauben - der letzte Band steht ja noch aus. Aber bislang lautet mein Urteil: Solide, aber nicht von der Exzellenz eines Martin (in Sachen Charaktere, Dialoge, Plastizität) oder Erikson (World Design).

6 von 10 Punkten
Die Katzen halten nur den für eloquent, der miauen kann