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FanFan

Schüler

  • »FanFan« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 11. Dezember 2012, 13:55

Hält Malazan was es verspricht?

Gibts hier nur so wenige die Malazan bereits fertiggelesen haben? An diejenigen, die die Saga bereits durch haben: ich bin mit Bonehunters fertig, RG bekomme ich demnächst und alles in allem gefällt es mir ganz gut. Höhepunkte waren für mich MoI sowie Midnight Tides, am wenigsten gefiel mir(auch beim Reread) DG.
Ich akzeptiere gewisse Schwächen an Eriksons etwas holprigen Schreibstil(von Buch zu Buch verschieden), sowie die Tatsache, dass er es einfach zu selten gut versteht, Figuren emotional einzufärben. Er wirkt dabei manchmal ein wenig unbeholfen, so als würde ein Roboter - zweifellos ein guter Beobachter - menschliches Verhalten imitieren wollen.

Dafür genieße ich eine leb- und glaubhafte Welt, die zweifellos kompliziert, aber - viel wichtiger -vor allem komplex ist. Mir gefallen also in erster Linie die Zusammenhänge, die sich teilweise über mehrere Bücher erstrecken und uns Schritt für Schritt ersichtlich werden, weil es das Gefühl vermittelt etwas ganz großem Gegenüberzustehen, was man bisher nur Bruchstückhaft versteht. Ich rede vom Zusammensetzen eines Mossaiks. DAS ist für mich die Essenz der Reihe. Darum wollte ich einmal wissen, ob diese Konsistenz auch am Schluss gewährt bleibt? Hat man das Gefühl, Erikson wusste wohin er wollte? Gab er dem VG einen glaubhaften sinnvollen Plan und ein nachvollziehbares Motiv? Die selben Fragen gelten für Cotillion und Schattenthron. Wirken die Handlung und die Taten des VG auch rückblickend plausibel?

Dass in einer realistischen Welt nicht alle Handlungsstränge von mehreren hundert Personen schlagartig zu Ende sein können, ist mir klar. Ich hätte kein Problem damit, wenn z.Bsp. Icarium nur mehr sporadisch als Nebenfigur auftritt und am Ende keine besondere Rolle spielt. Es wäre für mich auch kein Problem nur mehr wenig vom malazanischen Imperium zu hören, weil dies in Esselmonts Büchern ausführlicher behandelt wird. Mir geht es einfach um die ganz großen Fragen, also um "die geschickte Manipulation des verkrüppelten Gottes", wie es auf Wikipedia zu lesen ist :D

Wie empfinden das diejenigen die die Serie bereits fertig gelesen haben?
Die Toleranz muss gegenüber der Intoleranz intolerant sein...

Anomandaris

First Son of Mother Dark

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2

Dienstag, 11. Dezember 2012, 16:15

Von all den Romanen die ich im Fantasy gelesen habe (und das sind unzählige), ist SE wohl derjenige, der das (insbesondere auch wenn man bedenkt, wieviele tausende von Seiten er abgeliefert hat) am besten hingekriegt hat. Ich kann dir aber jetzt schon sagen, gewisse Dinge bleiben tatsächlich unklar...und andere Dinge werden ganz anders sein, als du es wohl erwarten wirst.
Nun gibt es Leser, die das gar nicht mögen...und es gibt Leser, die das zum weiteren Nachdenken anregt. Wenn du zu ersteren gehörst, wirst du vermutlich eher sauer sein am Ende...wenn zu zweiteren, dann wirst du sein Werk wohl eher als ungemeine Meisterleistung einstufen.

Und obwohl ich als langjähriges Mitglied auf Malazan.de unterwegs bin, kann ich dir versichern, dass ich alles andere als unkritisch bin, was SE angeht. Es gibt einige Dinge, die ich an seinem Werk insgesamt nicht mag. Zbsp den Slapstickhumor...oder die nach MT überbordenden inneren pseudo-philosphischen Monologe. Und trotzdem war ich ziemlich geflasht, als ich TCG weggelegt habe nach der letzten Seite.

Allerdings weiss ich nicht, ob sich unsere Ansichten allzu weit überschneiden würden, denn ehrlich gesagt, jemand der SEs Schreibstil als holprig bezeichnet...äh ja... ^^ Kann ich gar nicht nachvollziehen. Und das mit den Emotionen ist wohl auch sehr persönlich gefärbt...ich kenne Leute die bei fast jedem Band emotionale Achterbahnfahrten mitgemacht haben... .
Mane of Chaos. Anomandaris. Lord of the Tiste Andii, who has looked down on a hundred thousand winters, who has tasted the blood of dragons, who leads the last of his kind, seated in the Throne of Sorrow and a kingdom tragic and fey.
Mod-Stimme ist rot :yoda:



Jeder hat das Recht auf seine eigene, falsche Meinung.

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